Aufgrund verschiedener Restriktionen im Kampf gegen das Coronavirus ist das Beten in größeren Gruppen in Israel verboten

Aufgrund verschiedener Restriktionen im Kampf gegen das Coronavirus ist das Beten in größeren Gruppen in Israel verboten

900.000 Juden beten für Ende der Corona-Krise

Hunderttausende Juden versammeln sich zu einem Onlinegebet auf verschiedenen digitalen Plattformen. Die Teilnehmer aus aller Welt bitten Gott um ein Ende der Corona-Pandemie und um Heilung für alle Infizierten.

JERUSALEM (inn) – Rund 900.000 Juden aus aller Welt haben sich in einem Gebet gleichzeitig wegen des Coronavirus an Gott gewandt. Zu der Gebetsaktion am Mittwochnachmittag hatten unter anderem die Oberrabbiner Israels aufgerufen. Unterstützt wurde die Initiative von anderen prominenten Rabbinern aus aller Welt. Ins Leben gerufen hatte die Aktion der Student Jarden Leitner. Dieser wollte, dass das jüdische Volk im Gebet zusammensteht, „wie es das noch nie in der Geschichte getan hat“. „Wenn das Volk Israels vereint ist, kann nichts zu groß sein“, erklärte Leitner.

Das Gebet wurde auf einer eigenen Webseite, sowie auf Facebook und anderen Plattformen, live übertragen. Teilnehmende Rabbiner rezitierten Psalmen, Bittgebete und bliesen Schofarhörner.

Rabbiner sehen besondere Verantwortung des jüdischen Volkes

Gegenüber der Tageszeitung „Jerusalem Post“ erklärte der Oberrabbiner Safeds, Schmuel Elijahu: „Wir alle wissen, dass es einen Schöpfer gibt, der die Welt nicht einfach erschaffen hat und sie dann verließ. Vielmehr ist er in ihr zu finden – und wir beten zu dem Einen, der die Welt erschaffen hat und sie führt. Er kann das jüdische Volk und die ganze Welt heilen.“

Auch der Vorsitzende der Orthodoxen Union in Israel, Avi Berman, verwies auf die Kraft des Gebets. Es sei die Rolle der Juden, „an den Schöpfer der Welt zu appellieren“. Wenn das jüdische Volk zusammenkomme, würden seine Gebete erhört werden.

Im Vorfeld der Gebetsaktion äußerte der zionistisch-orthodoxe Rabbinerverband „Zohar“ Kritik an dem ursprünglichen Vorhaben der Oberrabbiner geäußert. Diese befürworteten neben dem Onlinegebet auch Zehn-Mann-Gebetsgruppen in den Synagogen. In Israel sind allerdings Versammlungen in Synagogen aufgrund der Corona-Krise verboten.

Von: mas

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