Die meisten Neueinwanderer sind mit ihrem Leben in Israel zufrieden

Die meisten Neueinwanderer sind mit ihrem Leben in Israel zufrieden

Einwanderungszahlen steigen

Immer mehr Menschen wandern nach Israel ein. Im Jahr 2018 waren es erstmals mehr nicht-jüdische als jüdische Immigranten. Die Auswanderungszahlen sind im Vergleich gering.

JERUSALEM (inn) – Nach Angaben der israelischen Regierung werden die diesjährigen Einwanderungszahlen die Werte vom Jahr 2018 übersteigen. Bis Oktober haben bereits 27.300 Menschen Alija gemacht. Dieses hebräische Wort für das „Hinaufsteigen“ von Juden nach Israel bezeichnet die Einwanderung.

Laut Hochrechnungen des Zentralbüros für Statistik sind im Jahr 2019 insgesamt rund 32.000 neue Immigranten zu erwarten. Im Jahr 2018 waren es 28.000. Anlass für die Veröffentlichung war der Internationale Tag der Migration, der seit 2000 am 18. Dezember begangen wird.

Ein jüdischer Großelternteil reicht

Der größte Zuwanderungsschwung kam mit 10.500 Menschen aus Russland. Rund 6.400 wanderten aus der Ukraine ein, und rund 2.400 aus den Vereinigten Staaten. Nach Israels Heimkehrrecht kann jeder, der einen jüdischen Großelternteil hat, immigrieren und die israelische Staatsbürgerschaft erhalten. Nach Angaben des Zentralbüros für Statistik sind 85 Prozent der Einwanderer mit ihrem Leben in Israel zufrieden. Im Vergleich dazu sind 92 Prozent der bereits in Israel lebenden Juden mit ihrem Leben zufrieden.

2018 war das erste Jahr in der Geschichte Israels, in dem die Anzahl nicht-jüdischer Einwanderer die der jüdischen überstieg. Viele der Einwanderer aus Russland haben zwar jüdische Vorfahren, es ist ihnen jedoch nach dem rabbinischen Rechtssystem nicht erlaubt, als Juden zu heiraten. Einem Bericht der israelischen Tageszeitung „Yediot Aharonot“ zufolge, sind seit 1948 etwa 3,3 Millionen Menschen nach Israel eingewandert. Etwa 44 Prozent kamen nach 1990. In etwa der gleichen Zeitperiode von 1990 bis 2017 sind im Gegensatz dazu rund 574.000 Israelis ausgewandert. Etwa die Hälfte von ihnen kehrte wieder zurück.

Israelischer Pass beliebt bei Russen

Rund 25 Prozent aller russischen Immigranten verlassen Israel wieder nach Erhalt ihres Passes. Tausende Immigranten könnten also nur ins Land gekommen sein, um den israelischen Pass zu erhalten und wieder nach Hause zu gehen. Die israelische Wochenzeitung „Makor Rischon“ hat sich mit dem Thema befasst. Demnach kam ein Zusammenschluss israelischer Firmen, der einen beschleunigten Erhalt der Staatsbürgerschaft versprochen hat, in Russland gut an. Dies sei seit einer neuen Gesetzesregelung der Fall, die den Erhalt des Reisedokuments innerhalb der ersten drei Alija-Monate erlaubt. In manchen Fällen sei es sogar möglich, den Prozess auf einen Tag zu verkürzen. Es gebe Immigranten, die für den Pass nicht einmal den Ben-Gurion-Flughafen verlassen mussten. Für viele aus der ehemaligen Sowjetunion sei der israelische Pass so angesehen, wie bei den Israelis der europäische.

Im Jahr 2000 hatte die UN den 18. Dezember zum Internationalen Tag der Migration erklärt. UN-Generalsekretär, António Guterres, erklärte, dass eine sichere, geordnete und regelmäßige Migration im Interesse aller liege. Er fordere daher alle Führungskräfte und Menschen an diesem Internationalen Tag dazu auf, den globalen Pakt zum Leben zu erwecken, damit die Migration allen zugute komme.

Von: stm

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