Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember veröffentlicht das Gesundheitsministerium alljährlich einen Lagebericht

Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember veröffentlicht das Gesundheitsministerium alljährlich einen Lagebericht

Zahl der HIV-Infizierten weiter gestiegen

Erneut haben sich in Israel mehr Menschen mit Aids angesteckt als im Vorjahr. Insbesondere in einer Gruppe fällt der Anstieg groß aus.

JERUSALEM (inn) – Die Zahl der HIV-Positiven ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Das gab das israelische Gesundheitsministerium in einem Bericht zum Welt-Aids-Tag 2019 am 1. Dezember bekannt. Aus diesem Anlass erstrahlten außerdem die wichtigsten medizinischen Einrichtungen des Landes in roter Außenbeleuchtung, darunter die Sourasky-Klinik in Tel Aviv, das Scheba-Krankenhaus in Ramat Gan und das Hadassah-Zentrum in Jerusalem.

Im vergangenen Jahr wurde bei 427 Israelis Aids diagnostiziert, im Vergleich zu 399 im Jahr 2017. Derzeit leben im jüdischen Staat 7.529 Menschen mit der Krankheit. Die Infektionsrate unter Männern, die Geschlechtsverkehr mit Männern haben, ging zurück. Im Vergleich zu 2017 haben sich vor allem mehr Frauen angesteckt. In vielen Fällen handelt es sich um nicht in Israel geborene Zuwanderinnen.

Das israelischen Gesundheitsministerium hat sich dem 90-90-90-Programm der Vereinten Nationen angeschlossen. Es sieht vor, dass 90 Prozent der Infizierten eine Diagnose erhalten, von ihnen wiederum 90 Prozent medikamentös behandelt werden und von diesen Behandelten 90 Prozent einen Status erreichen, in dem ihre Erkrankung nicht mehr festzustellen ist. Durch entsprechende Behandlung ist es möglich, das Virus so weit zu unterdrücken, dass es in einem Bluttest nicht mehr nachweisbar ist. In diesem Stadium besteht keine Ansteckungsgefahr für Dritte und der Träger kann mit einem festen Partner Sex haben sowie gesunde Kinder zeugen.

In Deutschland haben sich im vergangenen Jahr ungefähr 2.400 Menschen neu infiziert. Damit ist die Zahl der Infektionen seit 2015 rückläufig. Weltweit steckten sich 1,7 Millionen Menschen an. Insgesamt lebten 37,9 Millionen mit dem Virus. 79 Prozenten wussten davon, nur 53 Prozent befanden sich in Behandlung.

Von: tk

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