Während ihres Weltraumspaziergangs am 18. Oktober grüßt Jessica Meir in die Kameras

Während ihres Weltraumspaziergangs am 18. Oktober grüßt Jessica Meir in die Kameras

Jüdische Astronautin schickt Israelbilder aus dem Weltall

Einzigartige Bilder Israels von über den Wolken hat die jüdische Astronautin Jessica Meir mit der Welt geteilt. Zu ihrem Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS brachte sie zudem zwei besondere persönliche Gegenstände mit.

BAIKONUR (inn) – Besondere Perspektive: Die jüdische Astronautin Jessica Meir hat aus dem Weltraum Bilder von Israel geteilt. Auf Twitter veröffentlichte sie am Freitag drei spektakuläre Aufnahmen. Meir schrieb Mitte Oktober Geschichte, als sie zusammen mit ihrer Astronauten-Kollegin Christina Koch als erstes rein weibliches Team bei einem Weltraumspaziergang im Arbeitseinsatz aktiv war. Gestartet waren sie von der kasachischen Raumstation nahe der Stadt Baikonur.

Zu ihrem Post schrieb sie: „Die weltweite Reise meines Vaters als Chirurg aus dem Nahen Osten nach Europa und schließlich in die USA war für viele in meiner unmittelbaren und erweiterten Familie eine Inspiration.“ Dazu setzte die 42-Jährige den Hashtag #TheJourney (die Reise).

Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, wurde Meirs Vater 1925 in Bagdad geboren und sechs Jahre später verließ die ganze Familie als Folge von Antisemitismus den Irak. Sie ließ sich im britischen Mandatsgebiet Palästina nieder.

1948 kämpfte Meirs mittlerweile verstorbener Vater in Israels Unabhängigkeitskrieg. Schließlich ging er nach Schweden, um Arzt zu werden. Dort lernte er seine Frau, Meirs Mutter, kennen. Die Krankenschwester wuchs in einer christlichen schwedischen Familie auf. Das Paar zog aufgrund eines Jobangebots nach Maine.

Israel-Flagge und Menora-Socken als persönliche Gegenstände

Obwohl die Mutter nicht zum jüdischen Glauben konvertierte, identifizierte sich die Familie als jüdisch und besuchte eine Synagoge. Meir sagt laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“, dass das Jüdisch-Sein ein wichtiger Teil ihrer Identität sei: „Ich persönlich bin keine wirklich religiöse Person, aber ich denke, dass mein jüdischer kultureller Hintergrund offensichtlich ein großer Teil meiner Kultur und insbesondere meiner Tradition ist.“

Zur Internationalen Raumstation ISS dürfen Astronauten persönliche Gegenstände mitnehmen. Meir brachte unter anderem die israelische Flagge und ein Sockenpaar mit Menora-Motiv mit. Im Frühjahr 2020 soll die Astronautin zur Erde zurückkehren.

Von: mab

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