Lau, Friedman und Herzog (v. l.) beteiligten sich am diesjährigen „Marsch der Lebenden“

Lau, Friedman und Herzog (v. l.) beteiligten sich am diesjährigen „Marsch der Lebenden“

„Lektion des Holocaust ist wichtigste Lektion der Menschheit“

Zwei amerikanische Botschafter haben beim „Marsch der Lebenden“ im Gedenken an den Holocaust eine Fackel für Israel angezündet. Die Bundeswehr findet indes einen Weg über Instagram, das Gedenken zu unterstützen.

KRAKAU (inn) – An dem „Marsch der Lebenden“ im früheren Konzentrationslager Auschwitz hat sich am Donnerstag erstmals auch eine offizielle Delegation der USA beteiligt. Der amerikanische Botschafter in Israel, David Friedman, wurde dabei von mehreren Israelis begleitet, darunter UN-Botschafter Danny Danon, der frühere Oberrabbiner Meir Lau und der Leiter der Jewish Agency, Jitzchak Herzog.

Vor Beginn des Marsches betonte Friedman, das Gedenken an den Holocaust sei eine bleibende Aufgabe. „Wir können niemals denen vergeben, die sechs Millionen Juden getötet haben.“ Die Lektion des Holocaust sei die wichtigste Lektion der Menschheit. „Hier geht es darum, wie wir als Menschen sind und wie wir Toleranz in unser Leben bringen.“ Zur erstmaligen Teilnahme einer US-Delegation sagte er: „Das zeigt den Willen der US-Regierung, Antisemitismus in alle seinen üblen Formen zu bekämpfen.“

Zusammen mit seinem Amtskollegen in Deutschland, Richard Grenell, entzündete Friedman am Ende des Marsches die letzte der sechs Gedenkfackeln. Jede Fackel steht für eine Million ermordete Juden und hat zudem eine besondere Botschaft. Friedman entzündete die Fackel zu Ehren des Staates Israel. Die anderen Fackeln wurden im Gedenken an die Gerechten unter den Völkern, an die Überlebenden, an die ermordeten Rabbiner und Lehrer und an die Widerstandskämpfer entzündet.

Herzog rief die Weltgemeinschaft in einer Rede auf, den zunehmenden Antisemitismus zu bekämpfen. Zugleich betonte er, Juden würden weiterhin dem Wohl der Welt dienen, obwohl sie die „schlimmsten Gräuel der Menschheit erlitten haben“.

Unterstützung auf Instagram

An dem Gedenkmarsch beteiligten sich 10.000 Juden und Nichtjuden aus 40 Ländern. Er stand unter dem Leitspruch „Sag' nein zu Antisemitismus“. Der Gedenkmarsch fand erstmals 1988 statt.

Gewissermaßen als Randnotiz ist der israelischen Tageszeitung „Yediot Aharonot“ aufgefallen, dass die Bundeswehr ein Video der israelischen Armee beim sozialen Netzwerk Instagram geliket hat. Der Kurzfilm zeigt Armeeangehörige am Ort früherer Konzentrationslager in Polen mit der Botschaft: „Als Zeugen sagen wir laut und deutlich: Nie wieder“. Dem Post ist ein Zitat des 2016 verstorbenen Publizisten und Nobelpreisträgers Elie Wiesel beigefügt: „Für die Toten und Lebenden müssen wir Zeugnis ablegen.“

Von: df

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