Bei der kritischen Nachfrage einer Niederländerin an eine Supermarktkette geht es um israelischen Wein (Symbolbild)

Bei der kritischen Nachfrage einer Niederländerin an eine Supermarktkette geht es um israelischen Wein (Symbolbild)

Boykott-Nachfrage führt zu Ausverkauf von Israelwein

Eine Niederländerin beklagt sich über israelischen Wein in einer Supermarktkette, der aus besetztem Gebiet stammen könnte. Sie erhält eine geografische Lektion. Der Wein wird zum Verkaufsschlager.

AMSTERDAM (inn) – Die Niederländerin Mieke Zagt kritisiert im sozialen Netzwerk Twitter den Verkauf von israelischem Wein in der Supermarktkette Hema. Sie spekuliert, dass er aus „von Israel besetztem palästinensischem Gebiet“ stammen könnte. Dadurch tritt sie entgegen ihrer Absicht eine Welle von Weinkäufen durch Israelfreunde los, die ihre Solidarität mit dem jüdischen Staat ausdrücken.

Montagnachmittag sprach Zagt, die auf der Webseite „The Electronic Intifada“ (Elektronische Intifada) aktiv war, die niederländische Supermarktkette auf Twitter an: „Hey Hema, ihr verkauft Efrat-Wein aus den Bergen Judäas, der in Israel hergestellt wurde. Kann das sein? Efrat und Judäa Berge liegen im besetzten palästinensischen Gebiet. Efrat ist eine illegale israelische Kolonie. Könnt ihr die Herkunft verifizieren?“ Dem Tweet hat sie ein Bild der Flaschen im Regal beigefügt.

„Tipp von Mieke“ wird Topthema auf Twitter

Israel-Unterstützer wie der Geschäftsmann Gideon van der Sluis und die Organisation „Christen für Israel“ griffen ihre Äußerung unter dem Hashtag #tipvanMieke (Tipp von Mieke) auf. Laut der israelischen Nachrichtenseite „Arutz Scheva“ entwickelte sich der Hashtag am Dienstag zum populärsten Thema unter niederländischen Twitter-Nutzern.

Zum einen klären die Nutzer damit Zagt darüber auf, dass das Weingut Efrat zu den ältesten in Israel gehöre und im Kibbutz Zor'a zu finden sei. Außerdem liege es innerhalb der israelischen Waffenstillstandslinie von 1949. Trotz seines Namens stamme der Wein nicht aus umstrittenen Gebiet. Der Name des Kibbutz geht auf den biblischen Ort zurück, der im Buch der Richter 13,25 erwähnt wird. Offenbar hatte die Aktivistin gedacht, der Wein stamme aus der Siedlung Efrat nördlich von Hebron.

Zum anderen beginnen Niederländer, Bilder vom Efrat-Wein zu posten, den sie gerade im Supermarkt gekauft haben. Laut „Arutz Scheva“ waren sowohl rote als auch weiße Weine im Onlinegeschäft der Supermarktkette, die in den Niederlanden 525 Geschäfte betreibt, ausverkauft. Auch die lokalen Geschäfte haben demnach nur noch wenig Efrat-Wein im Angebot. Dazu habe vor allem auch ein Artikel der „Christen für Israel“ beigetragen, die ihre Leser dazu aufforderten, den Wein zu unterstützen.

Von: mm

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