Rona Ramon (1964–2018)

Rona Ramon (1964–2018)

Rona Ramon verliert Kampf gegen Krebs

Vor fast 16 Jahren trauerte ganz Israel um ihren Ehemann. Nun ist die Witwe des ersten israelischen Astronauten an Krebs gestorben. Politiker und die US-Raumfahrtbehörde würdigten sie in ihren Beileidsbekundungen.

JERUSALEM (inn) – Die Witwe des ersten israelischen Astronauten, Rona Ramon, ist tot. Sie starb am Montag im Alter von 54 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ihr Ehemann Ilan Ramon war am 1. Februar 2003 tödlich verunglückt, als das Raumschiff „Columbia“ beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerschellte. Er gilt den Israelis als Nationalheld – auch, weil er 1981 bei der Bombardierung des irakischen Reaktors Osirak beteiligt war.

Rona Ramon wurde 1964 in Kiriat Ono bei Tel Aviv geboren. Sie war unter anderem Sanitäterin bei den Fallschirmjägern, Sportlehrerin und Medizinerin. Im Jahr 1998 zog die Familie nach Houston im US-Bundesstaat Texas, wo sich Ilan Ramon für die Fahrt mit der „Columbia“ vorbereitete. Nach seinem Tod lebte die Witwe wieder in Israel.

Auch ältester Sohn verunglückt

Einen weiteren Verlust musste sie 2009 verkraften: Der älteste Sohn Assaf starb mit 21 Jahren bei einem Trainingsunfall der Luftwaffe. Rona Ramon setzte sich für Bildung und Förderung von Jugendlichen ein. Deshalb gründete sie auch die Ramon-Stiftung. Am 68. israelischen Unabhängigkeitstag 2016 durfte sie bei der zentralen Zeremonie auf dem Herzlberg eine der zwölf Fackeln entzünden. Diese widmete sie den beiden Verstorbenen, „die eine Kerze und ein Leuchtturm für die Erfüllung meiner Vision waren“. Zudem nannte sie die Luftwaffenpiloten, die „Israel von oben beschützen“, sowie die Astronauten.

Im September legte sie noch den Grundstein für ein vormilitärisches Programm in Mitzpe Ramon, schreibt die Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Dieses wurde nach Ilan benannt. Die dazugehörige Akademie wiederum soll den Namen des verunglückten Sohnes Assaf tragen.

Rona Ramon hinterlässt drei Kinder: Tal, Jiftach und No'a. Laut einer Mitteilung ihrer Stiftung starb sie zu Hause friedlich im Kreise ihrer Familie und ihrer engen Freunde. „Wir vermissen bereits ihre warme Gegenwart“, hieß es weiter.

Politik und NASA würdigen Verstorbene

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu kondolierte den Angehörigen: „Rona blieb tapfer nach dem Tod ihres Ehemannes Ilan und dem Tod ihres Sohnes Assaf, unserer geliebten Piloten. Gegen den Krebs kämpfte sie mit derselben Tapferkeit“, zitiert ihn die Onlinezeitung „Times of Israel“. Auch Staatspräsident Reuven Rivlin würdigte die Verstorbene: Sie habe Neues aus Ruinen aufgebaut und eine große Kreativität gehabt.

Ein Gruß kam zudem von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Administrator Jim Bridenstine schrieb auf Twitter: „Ich bin tiefbetrübt über den Tod von Rona Ramon. @NASA sendet ihrer Familie und dem Volk Israel unsere tiefempfundenen Beileidsbekundungen. Ihr Leben lang strebte Rona danach, eine neue Generation von Forschern zu inspirieren und auf dem Erbe ihres Ehemannes, Raumfahrtastronaut Ilan Ramon, aufzubauen.“

Von: eh

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