Das Modell der fast zwei Meter hohen Mesusa, das in der Nähe der Klagemauer auf dem Dach einer Jeschiva aufgestellt wurde

Das Modell der fast zwei Meter hohen Mesusa, das in der Nähe der Klagemauer auf dem Dach einer Jeschiva aufgestellt wurde

Weltgrößte Mesusa bei Klagemauer aufgestellt

Diese Mesusa hängt nicht am Torpfosten, sondern steht in Sichtweite der Klagemauer. Sie ist fast zwei Meter hoch und leuchtet in allen Farben. Noch steht das Bauwerk aber nicht im Guinness-Buch der Rekorde.

JERUSALEM (inn) – Der israelische Schmuck-Designer David Rojtman hat mit seinen Kollegen die größte Mesusa der Welt in der Nähe der Klagemauer in Jerusalem aufgestellt. Laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ ist die Schriftkapsel, die nach der Tora für Türpfosten vorgesehen ist, fast zwei Meter groß und ungefähr 200 Kilogramm schwer.

Vor eineinhalb Monaten wurde Rojtman der erste Entwurf aus der Fabrik gestohlen, wo er hergestellt wurde. Dadurch hat sich sein Team aber nicht von dem Vorhaben abbringen lassen. Die Mesusa, die auf dem Dach einer Jeschiva steht, ist vergangene Woche feierlich eingeweiht worden. Durch LED-Bildschirme kann sie eine Lichtshow veranstalten. Als Musik spielt sie dazu das Lied „Jerusalems von Gold“ mit der israelischen Sängerin Schulamit Natan.

Empfohlene redaktionelle Inhalte

An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte, die unser redaktionelles Angebot ergänzen. Mit dem Klick auf "Externe Inhalte anzeigen" stimmen Sie zu, dass wir diese und zukünftige externe Inhalte anzeigen dürfen. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Weitere Hinweise finden Sie in unseren Cookie-Richtlinie.

Das Klaf, also das Pergament, auf dessen Rückseite das hebräische Wort „Schaddaj“ (Allmächtiger) geschrieben steht, werde bald in die Mesusa eingeführt, versprach Rojtman. Die Mesusa wird normalerweise am rechten Türpfosten eines jüdischen Hauses oder einer Wohnung befestigt. Auf dem Pergament befinden sich Abschnitte aus der Tora, die das Wort des Herrn an den Türpfosten binden sollen. Juden führen diese Tradition unter anderem auf 5. Mose 6,9 zurück.

Verkauft auch tausend Euro teure Leder-Kippas

Geboren wurde Rojtman in der ukrainischen Stadt Odessa, als sie noch Teil der Sowjetunion war. Schon dort widmete er sich der Religion. Mit elf Jahren wanderten er und seine Eltern nach Israel ein. Er war Teil des Tschernobyl-Kinderprojekts. Heute kreiert er als bekannter Designer in Israel jüdische Mode. Zum Beispiel verkauft er Kippas aus Leder, die mehrere tausend Euro kosten.

Die Mesusa soll offiziell für das Guinness-Buch der Rekorde eingereicht werden. Wenn die Werte stimmen, die Rojtman angegeben hat, dürfte ihm ein Eintrag sicher sein. Die bisherigen Rekordhalter sind „nur“ eineinhalb Meter hoch.

Von: mm