Bislang gibt es die Kurse nur für Soldaten, die ultra-orthodox geblieben sind (Archivbild)

Bislang gibt es die Kurse nur für Soldaten, die ultra-orthodox geblieben sind (Archivbild)

Weiterbildung für ehemals Ultra-Orthodoxe

Juden aus dem ultra-orthodoxen Milieu können sich beim Dienst in der israelischen Armee auch weiterbilden – allerdings nur, wenn sie nicht mittlerweile der Religion den Rücken gekehrt haben. Das soll sich nun ändern.

JERUSALEM (inn) – Sie fallen bislang durch die Maschen: Wehrdienstleistende, die aus einem ultra-orthodoxen Hintergrund stammen, aber säkular geworden sind. Nun will die israelische Armee auch ihnen zu einer umfassenden Schulbildung verhelfen, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

In den letzten vier Monaten ihres Militärdienstes steht diesen Soldaten demnächst Studienzeit für den Bildungsabschluss zur Verfügung. Denn im ultra-orthodoxen Schulsystem haben sie einige grundlegende Dinge nicht gelernt. Für Haredim, die ihrer Tradtion treu bleiben, gibt es bereits entsprechende Kurse während des Wehrdienstes. Sie dienen auch meist in Einheiten, wo alle einer strengen Glaubensrichtung angehören. Doch etwa 1.300 Soldaten sind nicht über die ultra-orthodoxen Systeme zum Militär gekommen. Für sie ist das neue Angebot gedacht.

Dem Bericht zufolge bemüht sich die Armee seit Jahren darum, Absolventen des ultra-orthodoxen Bildungssystems zu helfen, ihre Lücken zu füllen. In den neuen Kursen können die mittlerweile säkularen Juden ihr Abitur abschließen, einen Beruf erlernen oder sich dem Ingenieurswesen zuwenden.

Von: eh

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