Jeder vierte Neuankömmling in Israel kommt aus Russland (Archivbild)

Jeder vierte Neuankömmling in Israel kommt aus Russland (Archivbild)

Hälfte der Einwanderer kommt aus Russland und Ukraine

Politisch sind Russland und die Ukraine zerstritten, doch das große Interesse an der Einwanderung nach Israel haben Tausende der Bürger gemein. Jeder zweite Neuankömmling im jüdischen Staat stammt aus einem der beiden Länder.

JERUSALEM (inn) – Die meisten Menschen, die im vergangenen Jahr nach Israel eingewandert sind, kommen aus Russland. Genau genommen waren es 7.224 russische Neueinwanderer. Das geht aus einem Bericht einer Partnerorganisation des Einwanderungsministeriums hervor. Neuankömmlinge aus der Ukraine folgen dem Spitzenreiter knapp. 7.182 Einwanderer sind 2017 aus dem osteuropäischen Staat in den jüdischen Staat gekommen.

Damit stammt mehr als die Hälfte (50,4 Prozent) der insgesamt 28.598 legalen Einwanderer aus Russland und der Ukraine. Auf Platz drei rangiert Frankreich mit 3.424 Neuankömmlingen. Die Einwanderer werden in Israel „Olim“ genannt.

Jeder zehnte Einwanderer aus den USA

2016 kamen laut Zahlen des Einwanderungsministeriums sowie der Einwandererorganisation Jewish Agency etwa 7.000 Personen aus Russland nach Israel. Aus der Ukraine waren rund 5.500 Juden nach Israel eingewandert, 5.000 Juden kamen aus Frankreich.

Aus den USA kam 2017 mehr als jeder zehnte Einwanderer. Somit belegt das Land Rang vier in der Statistik (2.994 Personen). Äthiopien und Weißrussland rangieren auf Platz fünf und sechs mit 1.312 beziehungsweise 973 Menschen, die aus dem Land Alija machten.

Im November 2015 hatte die Regierung beschlossen, die Einwanderung aus Äthiopien wieder anzugehen. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch aufgrund von Kostenfragen. In Äthiopien leben noch etwa 9.000 Falaschmura, deren jüdische Identität umstritten war. Teilweise leben deren Familienmitglieder bereits in Israel. Die Regierung plant, insgesamt 6.000 Falaschmura innerhalb der nächsten Jahre ins Land zu holen.

Von: mab

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