Im Verlauf von 30 Jahren hat Ehepaar Berns mehr als 1.000 Bäume für Israel gespendet

Im Verlauf von 30 Jahren hat Ehepaar Berns mehr als 1.000 Bäume für Israel gespendet

Tausend und ein Bäumchen

Mitte der 1980er Jahre spendete das Ehepaar Berns aus Nordrhein-Westfalen einen ersten Baum für Israel. In den folgenden Jahren kamen weitere dazu. Anlässlich des 1.000. gespendeten Baumes hat der Jüdische National­fonds den Israelfreunden eine Stiftertafel gewidmet und eine Feier ausgerichtet.

Vor 30 Jahren lasen Helga und Herm-Dieter Berns ein Buch über Israel, das in ihnen die Erkenntnis weckte: „Als Christen ist es unsere Pflicht, uns für das Volk Israel einzusetzen.“ Im Gebet baten sie Gott darum, ihnen zu zeigen, wie das praktisch aussehen könnte. Herm-Dieter Berns erzählt: „Nur drei Tage später lasen wir, dass Gasteltern für Musiker eines israelischen Jugendorchesters gesucht würden. Da zögerten wir nicht lange. Und so kam Schula Sade zu uns, mit ihrem 14-jährigen Sohn Oren.“

Der Rheinländer berichtet über die Anfänge seiner Freundschaft zu Israel: „Gleichzeitig war Arad die Partnerstadt unserer Heimatstadt Dinslaken, sodass wir auch dort Freunde gewannen. Im Foyer der Sparkasse organisierten wir dann eine Ausstellung des Jüdischen Nationalfonds (KKL), und so begann unsere Geschichte mit den Bäumen. Zweimal waren wir mit einer Gruppenreise in Israel, auf der jeder einen Baum pflanzte.“ Und dann ging es immer so weiter. Ein gutes Dutzend Bäume hätten sie auf zahlreichen Besuchen selber gepflanzt, den Großteil der Spende hätten aber natürlich die Mitarbeiter vom KKL eingepflanzt. Berns betont in seiner Rede: „Von unserem gemeinsamen Gott bekamen wir damals den Auftrag, Israel in die Gemeinden zu bringen.“ Daher steht auch auf der Stiftertafel: „Aus tiefer Verbundenheit zu Israel und seinem Gott wurde von Helga und Herm-Dieter Berns dieser Hain gepflanzt.“

Besondere Freundschaft

„Ohne Freunde wie Sie wäre unsere Arbeit überhaupt nicht möglich“, betont Judith Perl-Strasser, die in der Europa-Abteilung vom KKL in Jerusalem arbeitet. Die gebürtige Österreicherin begrüßt das Ehepaar Berns und seine israelischen Freunde: Schula Sade ist gekommen, mit ihrem Mann Simcha, dem Sohn Oren und Enkel Zur. Die beiden Familien haben sich während der vielen Jahre immer wieder besucht und telefonieren regelmäßig miteinander. Simcha Sade ist begeistert: „Das ist schon ein besonderes Ereignis. Und etwas ganz Besonderes, unsere Freunde zu diesem Anlass nach langer Zeit wiederzusehen.“

Teil des Lahav-Waldes in der Negevwüste, wo die Feier stattfindet, ist der „Wald der deutschen Länder“. Er steht sinnbildlich für die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel. Initiator war der spätere Bundespräsident Johannes Rau. Seit Anfang der 1990er Jahre wurden dort über 450.000 Bäume gepflanzt. Neben klassischen Wäldern gehören dazu auch kleinere Baumgruppen, bei denen Erdwälle aufgeschüttet werden, um das spärliche Regenwasser von 350 Millimetern jährlich aufzufangen. Für Besucher lohnt sich ein Ausflug in die Region: Nicht nur Naturfreunde und Radfahrer kommen hier auf ihre Kosten, hier befinden sich auch archäologische Stätten mit antiken Weinpressen.

Perl-Strasser ist wichtig, zu betonen: „Uns geht es keinesfalls darum, die Wüste abzuschaffen, denn sie ist ein wichtiges Ökosystem. Wir wollen aber die Ausbreitung der Wüste verhindern und die Lebensbedingungen hier verbessern. Das Gebiet hier war ja nicht immer Wüste, sondern ist unter anderem durch Abholzung zur Wüste geworden.“

Boden gut vorbereitet

Eine solche Feierlichkeit ohne die Pflanzung eines weiteren Baumes wäre wohl kaum denkbar. Und so führt ein Förster vom KKL die kleine Gruppe nur wenige Kilometer weiter, auf ein offenes Feld, auf dem sich schon weitere zarte Pflanzen in Schutzhüllen befinden und in dessen Sichtnähe bereits ein Wald steht: Hier darf Ehepaar Berns einen neuen Baum pflanzen. Es ist ihr tausendunderster und ein Johannisbrotbaum. Perl-Strasser erklärt: „Pionierbäume wie Pinien und Kiefern in der Nähe haben den Boden gut vorbereitet, sodass wir jetzt schon einen Mischwald pflanzen können.“ Bescheiden fügt Helga Berns hinzu: „Diesen haben wir gar nicht gespendet, sondern vor einigen Monaten bei einem Preisausschreiben des KKL gewonnen.“

Der Jüdische Nationalfonds – Keren Kayemeth LeIsrael e. V. (KKL) – wurde 1901 im schweizerischen Basel gegründet. Gemeinsam mit ihren Vertretungen in fast 50 Ländern engagiert sich die zionistische Bewegung mit Hauptsitz in Jerusalem im Umweltschutz, forstet Wälder auf, schafft Grüngürtel, baut Wasserreservoire, erschließt landwirtschaftliche Nutzflächen und Erholungsgebiete in Israel. Seit ihrer Gründung hat die Organisation mehr als 240 Millionen Bäume in Israel gepflanzt.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 6/2017 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online.

Von: mh

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