Die Lebenserwartung für palästinensische Männer liegt aktuell bei mehr als 72 Jahren

Die Lebenserwartung für palästinensische Männer liegt aktuell bei mehr als 72 Jahren

Höhere Lebenserwartung für Palästinenser

Die Lebenserwartung der Palästinenser ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen. Eine aktuelle Statistik zeigt ferner, dass jeder vierte Palästinenser über 60 Jahren nicht lesen und schreiben kann.

RAMALLAH (inn) – Die palästinensische Gesellschaft ist eine sehr junge: Nur rund 4,6 Prozent der Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen sind 60 Jahre und älter. Das gab das Palästinensische Zentralbüro für Statistik am Sonntag anlässlich des Weltseniorentages bekannt.

Im Gazastreifen betrug der Anteil der über 60-Jährigen 3,9 Prozent, im Westjordanland lag er bei 5,1 Prozent. Laut der Statistik hat sich die Lebenserwartung in den palästinensischen Autonomiegebieten verbessert. Im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte ist sie demnach um 5 bis 8 Jahre gestiegen. Palästinensische Männer werden im Schnitt 72,3 Jahre alt – anstatt 67 Jahre im Jahr 1992. Die aktuelle Lebenserwartung der Frauen liegt bei 75,4 Jahren.

Mehr als die Hälfte der über 60-jährigen Frauen sind Witwen. Hingegen sind rund 92 Prozent der Männer in diesem Alter noch verheiratet. Der große Unterschied kommt auch dadurch zustande, dass viele Männer mehrere Ehefrauen haben.

Der Statistik zufolge sind mehr als 51 Prozent der palästinensischen Senioren selbstständig und über 33 Prozent sind Angestellte.

Jeder Vierte ist Analphabet

Die Analphabetenrate unter den über 60-jährigen Palästinensern liegt bei rund 25 Prozent. Damit machen die Senioren 62 Prozent der Palästinenser aus, die nicht lesen und schreiben können. Rund 47 Prozent der palästinensischen Senioren haben keine abgeschlossene Bildung. Mehr als 11 Prozent haben ein Diplom oder einen höheren Abschluss.

Der internationale Tag der älteren Menschen findet seit 1990 jährlich am 1. Oktober statt. Er soll auf die Situation der Senioren aufmerksam machen und ältere Menschen für ihre Leistungen in der Gesellschaft würdigen.

Von: dn

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