Wegen eines Israelbesuchs muss Amanda Hanna ihre Krone abgeben

Wegen eines Israelbesuchs muss Amanda Hanna ihre Krone abgeben

Miss Libanon verliert Titel

Amanda Hanna muss die Miss-Libanon-Krone wieder abgeben. Der Grund: Sie hat im vergangenen Jahr eine Reise nach Israel unternommen.

BEIRUT (inn) – Die schwedisch-libanesische Schönheitskönigin Amanda Hanna hat Anfang August die Krone bei den schwedischen Wahlen zur „Miss Lebanon Emigrant 2017“ gewonnen. Nur eine Woche nach ihrem Sieg muss sie den Titel allerdings wieder abgeben – denn einer der Wettbewerbs-Organisatoren hat in ihrem Reisepass einen eingetragenen Israelbesuch entdeckt. Das berichtete die britische Tageszeitung „The Independent“.

Hanna hatte im vergangenen Jahr mit ihrem schwedischen Pass eine Studienreise in das Nachbarland unternommen. Im Libanon gilt der Kontakt mit Israelis allerdings als illegal und kann sogar mit einer Gefängnishaft bestraft werden. Auch wenn es in den vergangenen Jahren kaum noch offene Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern gegeben hat, befinden sich Israel und der Libanon offiziell noch im Kriegszustand.

„Nachdem wir unsere Entscheidung dem libanesischen Minister für Tourismus mitgeteilt hatten, hat er entschieden, dass Hanna ihr Titel aberkannt werden soll, da ihr Besuch in Israel die Gesetze unseres Landes verletzt“, teilte das „Festival of Lebanese Emigrants“ mit.

Bereits zweiter Vorfall

Dieser Vorfall ist nicht das erste Mal, dass die anti-israelischen Vorschriften einer Wettbewerbskandidatin Schwierigkeiten bereitet haben. Im Jahr 2015 hatte die damalige Miss Libanon Sally Greige ein Foto bei den Wahlen zur Miss Universe aufgenommen, auf dem sie unter anderem mit der derzeitigen Miss Israel zu sehen war. Als das Bild auf der sozialen Plattform Instagram auftauchte, folgten auch darauf laut „Jerusalem Post“ Drohungen, die Krone zu verlieren.

Amanda Hanna zeigt sich trotz des Verlustes positiv gestimmt: „Es war eine der besten Wochen meines Lebens, in der ich im Libanon herumgekommen bin und wundervolle Orte besucht habe. Ich bin unglaublich froh, mitgemacht zu haben“, schreibt sie auf Facebook.

Von: dem

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