Willkommen in Israel: 72 indische Juden sind gespannt auf das Leben im jüdischen Staat

Willkommen in Israel: 72 indische Juden sind gespannt auf das Leben im jüdischen Staat

Mehr als 100 indische Juden wandern ein

Dutzende Juden aus Indien sind in dieser Woche in Israel angekommen. Sie stellen den Auftakt für eine groß angelegte Einwanderungsoperation dar.

TEL AVIV (inn) – 72 jüdische Einwanderer aus Indien sind am Donnerstag am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv gelandet. Sie gehören der Gemeinschaft Bnei Menasche an. Bereits am Dienstag sind 30 Mitglieder nach Israel gekommen.

Am Flughafen trugen sie laut Onlineportal „Arutz Scheva“ das Glaubensbekenntnis „Schma Jisrael“ erstmals auf israelischem Boden vor. Dieses wichtigste Bekenntnis der Juden sagt aus, dass Gott einer ist. Vor Ort sangen sie außerdem die israelische Nationalhymne „HaTikwa“.

Alle Einwanderer werden in Nazareth wohnen. Dort leben bereits Hunderte Mitglieder der Bnei-Menasche-Gemeinschaft. In Israel sind mehr als 3.000 indische Juden zuhause. In Indien leben etwa 7.000 Bnei Menasche, die meisten von ihnen in den nordöstlichen Bundesstaaten Mizoram und Manipur.

Groß angelegte Aktion

Die Einwanderung der insgesamt 102 Juden hat die Organisation „Schavei Israel“ in die Wege geleitet. Diese unterstützt Menschen, die ihr jüdisches Erbe entdeckt haben und nach Israel einwandern wollen.

Die Juden, die in dieser Woche angekommen sind, stellen den Auftakt für die „Operation Menasche 2017“ dar. „Schavei Israel“ plant, in diesem Jahr 700 Bnei Menasche nach Israel zu bringen. „Nach 27 Jahrhunderten des Exils kommt dieser verlorene Stamm Israels wirklich nach Hause“, sagte der Leiter von „Schavei Israel“ Michael Freund. „Aber wir werden nicht ruhen, bis alle in Indien verliebenen Bnei Menasche ebenfalls eingewandert sind.“

Der sephardische Oberrabbiner Schlomo Amar hatte im Jahr 2005 die Juden in Indien als solche anerkannt. Diese Menschen stammen offenbar vom biblischen Stamm Manasse ab, einer der zehn verloren gegangenen Stämme Israels. In Indien haben sie sich jüdische Traditionen wie Beschneidung und Einhaltung des Schabbat bewahrt.

Von: df

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