Nicht nur in der Ostukraine, auch in der Hauptstadt Kiew, gab es im vergangenen Jahr immer wieder Übergriffe auf Juden.
Nicht nur in der Ostukraine, auch in der Hauptstadt Kiew, gab es im vergangenen Jahr immer wieder Übergriffe auf Juden.

Immer mehr Juden fliehen aus Ukraine

JERUSALEM (inn) – Mehr als 5.000 Juden sind in diesem Jahr von der Ukraine nach Israel ausgewandert – das waren 174 Prozent mehr als im Vorjahr. Am Montag traf ein Flugzeug mit 226 ukrainischen Neueinwanderern in Tel Aviv ein.

Unter den Olim – wie Immigranten in Israel genannt werden – sind 76 Kinder. Die Einwanderer wurden auf dem Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv unter anderen von Einwanderungsministerin Sofa Landver, dem Vorsitzenden der Einwanderungsbehörde „Jewish Agency“, Natan Scharansky, und Rabbi Jechiel Eckstein, dem Begründer und Leiter der christlich-jüdischen Organisation „International Fellowship of Christians and Jews“ (IFCJ), begrüßt.

Die IFCJ hat aufgrund des Krieges in der Ostukraine für die Juden in dem Land ein Einwanderungsprogramm eingerichtet. Mitarbeiter der Organisation hatten die 226 Juden bei ihrer Auswanderung begleitet. Am 30. Dezember soll ein weiteres Flugzeug mit Juden aus der Ukraine eintreffen. Rabbi Eckstein betonte bei der Begrüßungszeremonie am Flughafen: „So lange der Staat Israel existiert und so lange es Soldaten der israelischen Armee gibt, die uns beschützen, wird es keine jüdischen Flüchtlinge geben.“ Zusätzlich zur üblichen Unterstützung der Olim durch Israels Regierung erhalten die Einwanderer aus der Ukraine auch von der IFCJ finanzielle Mittel.

Scharansky sagte bei der Zeremonie: „Ich bin an den Orten aufgewachsen, wo es Kämpfe gab. Als ich dort aufwuchs, war ein Jude einer, der angesehen wurde, als hätte er eine Krankheit. Wir sind sehr glücklich, dass Sie hier sind.“

Laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ bilden die Juden aus der früheren Sowjetunion die größte und ärmste jüdische Gemeinschaft der Welt.

Ein Video von der Ankunft der ukrainischen Juden gibt es bei „YouTube“.

Von: dn

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