Lehrergehälter in Israel besonders niedrig

PARIS / JERUSALEM (inn) - Das Gehalt der Lehrer in Israel gehört weltweit zu den geringsten. Allerdings ist die Abhängigkeit von privaten Finanzierungsmitteln bei der höheren Bildung gestiegen - das geht aus einer aktuellen Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor.

Nach Angaben der OECD verdient ein israelischer Grundschullehrer 25.131 Dollar im Jahr. Das von der OECD errechnete Durchschnittsgehalt eines Lehrers liegt bei 45.666 Dollar. Israel übertreffe somit nur die Türkei mit 21.623 Dollar und Ungarn mit 20.682 Dollar. Am meisten zahlen die Staaten Luxemburg (100.314 Dollar) und Südkorea (82.915 Dollar) an ihre Lehrer.

 

Laut der Umfrage sei Israel eines der Länder mit dem größten Anteil der privaten Finanzierung der Hochschulbildung. Seit dem Jahr 2004 sei die Anzahl der Privatfinanzierungen von 40 auf 50 Prozent gestiegen. Wenn Israel die Politik bezüglich der Bildung nicht ändere, werde das Bildungsniveau weit hinter dem anderer entwickelter Länder liegen, so die OECD.

 

Ein Vergleich der Gesamtsumme der staatlichen Ausgaben für Bildung mit der Anzahl der Studenten, des Bruttosozialprodukts und des Bevölkerungswachstums zeigte, dass sich der Staat finanziell nur äußerst geringfügig an der Bildung beteilige. Laut der Studie sei nur in Griechenland die Situation noch schlechter.

 

Nur ein Drittel der israelischen Jugend strebe derzeit einen Abschluss an einem College oder einer Universität an, so die OECD. Die schulische und akademische Ausbildung in Israel dauert im Durchschnitt 16 Jahre. Das sind eineinhalb Jahre weniger als in anderen entwickelten Ländern.

Von: A. Klotz