Geistliches Schass-Oberhaupt ordnet Freilassung für Terrorist an

JERUSALEM / PARIS (inn) - Das geistliche Schass-Oberhaupt, Rabbi Ovadia Josef, hat auf Bitten des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy der Freilassung eines Palästinensers zugestimmt. Dieser hatte im Jahr 2005 geplant, den Geistlichen zu ermorden.

Der 26-jährige Salah Hamori soll in "naher Zukunft" aus dem israelischen Gefängnis entlassen werden, berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Der Freilassung sei ein "ungewöhnlicher Austausch" zwischen Rabbi Josef und dem französischen Präsidenten vorausgegangen. In einem Brief an Sarkozy gab der Geistliche der Bitte um Freilassung nach. Zudem bekundete er seine Anerkennung und lobte die "warme und exzellente Beziehung", die der französische Präsident zu Israel und den "jüdischen Brüdern in Frankreich" habe.

Die Mutter des Gefangenen mit französischer Staatsbürgerschaft, Denise Hamori, hatte in Frankreich eine Kampagne gestartet. Gemeinsam mit palästinensischen Nichtregierungsorganisationen forderten sie einen größeren Einsatz für die Haftentlassung seitens der französischen Regierung. Sarkozy hatte die Problematik daraufhin bei Treffen mit Israels Premier Benjamin Netanjahu immer wieder zur Sprache gebracht. Schließlich wurde Hamori zur Liste von Gefangenen hinzugefügt, deren Freilassung im Zuge der Schalit-Befreiung innerhalb der nächsten vier Monate stattfinden soll.

Hamori ist Mitglied der "Volksfront für die Befreiung Palästinas". Im Jahr 2005 hatte er gemeinsam mit Freunden geplant, ein Attentat auf Rabbi Josef zu verüben.

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