Von den Teilnehmern gaben 58 Prozent an, sie hätten unter der Hamas-Herrschaft Angst, ihre politischen Ansichten kundzutun. Dass die paramilitärische Polizei der Hamas wenig für die Beachtung der individuellen Rechte tue, meinten 60 Prozent.
Die Notregierung in Ramallah, die der Fatah-Vorsitzende Mahmud Abbas eingesetzt hat, halten 52 Prozent der Befragten für die legitime palästinensische Herrschaftsinstanz. Nur 26 Prozent bevorzugen hier die abgesetzte Hamas-Regierung unter Ismail Hanije im Gazastreifen, die im Juni gewaltsam die Macht in dem Gebiet übernommen hatte.
Für ein endgültiges Friedensabkommen mit Israel sprachen sich 72 Prozent der Teilnehmer aus. Zudem forderten 55 Prozent, die Hamas müsse ihre Haltung gegenüber Israel ändern.
Abbas‘ Aufruf zu Neuwahlen unterstützen fast drei Viertel der Befragten. Dies lehnt die Hamas ab. Dabei würden 42 Prozent für die Fatah stimmen und 15 Prozent für die Hamas.
Über den Stand der Dinge im Gazastreifen sind 86 Prozent der Teilnehmer besorgt. Über eine Auswanderung denken 47 Prozent nach. Vor einem Monat betrug dieser Anteil noch 33 Prozent.
Das Institut „Near East Consulting“ hatte vom 25. bis 27. September 470 Palästinenser im Gazastreifen telefonisch befragt.