Wie die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“ berichtet, gab Barhum auch bislang unveröffentlichte Erfahrungen aus der Zeit der Operation „Gegossenes Blei“ preis. So habe er sich zu Beginn der israelischen Angriffe bei einem Freund versteckt, welcher der mit der Hamas rivalisierenden Fatah angehöre. Weitere Hamas-Angehörige hätten sich ihm angeschlossen. Der Fatah-Anhänger habe sich regelmäßig mit der Regierung im Westjordanland abgestimmt.
Während seines mehrtägigen Aufenthaltes in dem Haus seines Freundes haben israelische Kampfflugzeuge nach Barhums Angaben ein Gebäude bombardiert, das nur wenige Meter entfernt lag. Zunächst seien bei Warnschüssen die Grundfesten erschüttert worden. Später hätten Granaten alle fünf Stockwerke zerstört. Er habe gesehen, wie die Bewohner nach dem ersten Angriff geflohen seien. Zu seiner Erleichterung habe niemand Verletzungen erlitten.
Am ersten Tag der Bodenoffensive habe er neben Ismail Radwan, ebenfalls Hamas-Sprecher, gesessen. Weil sie meinten, Panzer näherten sich ihrem Gebäude, hätten sie erwogen, schnell eine Abschiedsrede zu verfassen. Doch sie überlegten es sich anders und beschlossen, bis zum Ende des Krieges zu warten und eine Siegesansprache zu schreiben, sagte Barhum.