Gaza-Terroristen benutzen „Google Earth“ für Zielsuche

GAZA (inn) - Die palästinensischen Terroristen im Gazastreifen benutzen die kostenlose Landkarten-Software "Google Earth", um für ihre Raketen sensible Ziele in Israel auszusuchen. Dies geht aus einem Filmbericht hervor, den ein Reporter der britischen Tageszeitung "The Guardian" gedreht hat.

Der britische Journalist Clancy Chassay filmte Mitglieder der palästinensischen Terror-Organisation „Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden“. Auf der Webseite der Tageszeitung ist ein Videoclip von vier Minuten Länge zu sehen. Er zeigt unter anderem die Terroristen dabei, wie sie eine Kassam-Rakete auf Israel abschießen. Diese Raketen hätten noch nie einen Israeli ernsthaft verletzt, sagt dabei einer der Aktivisten.

Die „Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden“ sind eine von mehreren militanten Gruppen, die seit Jahren Raketen auf Israel abfeuern. Eine Rakete des „Islamischen Dschihad“ auf eine israelische Militärbasis verletzte im vergangenen Monat fast 70 Israelis.

Chaled Dschabari, Kommandeur der Gruppe in Gaza, der auch als Abu Walid bekannt ist, zeigte dem britischen Reporter auch, wie seine Gruppe israelische Ziele mit Hilfe von „Google Earth“ aussucht. „Wir schauen bei Google Earth nach den Details und vergleichen sie mit den Daten unserer Karten. Wir suchen nach Stadtzentren und sensiblen Gebieten.“ Abu Walid zeigte dem Reporter zudem seine Sammlung an Fotos von der israelischen Stadt Sderot, die Hauptziel der palästinensischen Angriffe ist. Der Palästinenser sagte: „Die Menschen in Gaza haben die Hamas gewählt, weil sie sich für den Widerstand entschieden hat. Wenn die Hamas keinen Widerstand mehr leistete, würde sie die Unterstützung all der Menschen verlieren.

Google wollte sich zu dem Vorwurf, sie unterstützten indirekt Terroristen, nicht äußern. "Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit der Sorge, dass Google Earth Sicherheitsrisiken mit sich bringen könnte", teilte das Unternehmen auf Anfrage von "Guardian" mit. "Die Bilder, die man bei Google Earth sieht, sind jedoch nicht einmalig: kommerzielle hochauflösende Satelliten-Fotos und Luftbilder von jedem Land der Erde können aus zahlreichen Quellen bezogen werden", wehrte sich Google.

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