Fußballclub entschuldigt sich für Illoyalität gegenüber Israeli

ARNHEIM / ABU DHABI (inn) – Der niederländische Erstligist Vitesse Arnheim hat sich am Wochenende für eine als illoyal gewertete Entscheidung entschuldigt. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten einem Spieler des Vereins, dem Israeli Dan Mori, die Einreise zum Trainingslager verweigert. Der Club reiste daraufhin ohne ihn nach Abu Dhabi.
Dan Mori durfte mit seinem Team nicht mit nach Abu Dhabi, weil ihm die Vereinigten Arabischen Emirate die Einreise verweigerten
Dan Mori durfte mit seinem Team nicht mit nach Abu Dhabi, weil ihm die Vereinigten Arabischen Emirate die Einreise verweigerten

Der Verein teilte auf seiner Internetseite mit: „Die Entscheidung, ohne den Erstmannschaftsspieler Dan Mori nach Abu Dhabi zu reisen, war verständlich, aber unglücklich.“ Dem Organisationsumfang und dem Zeitdruck sei geschuldet, dass nicht alle Lösungsoptionen ausgeschöpft wurden. „Vitesse bedauert sehr die Unannehmlichkeiten, die im Rahmen dieser Reise aufgetreten sind und möchte sich zutiefst bei allen entschuldigen, die auf unterschiedliche Weise durch den Ausschluss des Fußballers Dan Mori betroffen sind. Mit der Unterstützung durch den Königlichen Niederländischen Fußballbund (KNVB) und das Außenministerium will Vitesse das interne Verfahren für Auslandsreisen so verbessern, dass in Zukunft Situationen wie diese vermieden werden können.“
Urspünglich sei dem 25-jährigen Mori ein Visum zugesagt gewesen. Erst 24 Stunden vor der Abreise, die bereits vergangene Woche war, verweigerten die Vereinigten Arabischen Emirate dem Spieler die Aufenthaltsgenehmigung, berichtet der Nachrichtensender „n-tv“. Der Grund dafür sei Moris israelische Staatsbürgerschaft.

Mori stimmte dafür, dass Mannschaft ohne ihn fliegt

Warum der Verein nicht geschlossen in den Niederlanden geblieben ist, begründete Vereinssprecherin Esther Bal im Interview mit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt „Radio 1“ laut „n-tv“ mit den Worten: „Wir mischen uns nicht in politische und religiöse Fragen ein.“ Auch der KNVB bezeichnete den Vorfall als „politisch“ und sagte: „Es ist Sache eines Vereins, zu bestimmen, wo ein Trainingslager abgehalten wird. Das steht jedem Club frei. Wir haben damit nichts zu tun.“
Dan Mori soll laut Verein dafür gestimmt haben, dass die Mannschaft ohne ihn fliegt. Der Spieler trainierte in der Trainingslagerzeit mit dem Club-Nachwuchs in den Niederlanden.

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