Fußball: Völkerverständigung auf dem Rasen

EILAT (inn) - Der Sport überwindet Grenzen. Regelmäßig treffen sich israelische und jordanische Kinder zum gemeinsamen Fußballspiel. Schulkinder aus Aqaba überqueren dazu die jordanische Grenze, um mit ihren Alterskameraden der Rabin-Schule in Eilat gegen das runde Leder zu treten.

Der Trainer der Jugendlichen, Ibrahim Abu Rkeik, beschreibt auf der Webseite der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ das Projekt in einem Wort: „Fantastisch!“ In Zeiten, in denen Gewalt das vorherrschende Thema sei, machten die Begegnungen der jungen Menschen in Eilat Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Mit dem Sport will der Initiator Dov Scheref seinen Traum verwirklichen, Grenzen und Unterschiede zu überwinden.

Die Verwirklichung der Vision begann mit der Kontaktaufnahme zur Rabin-Schule in Scherefs Stadt und der benachbarten Schule im jordanischen Akaba. Im Laufe der Zeit haben die italienische Nichtregierungsorganisation ICU und die jordanische Friedensorganisation „Messengers of peace“ (Bote des Friedens) das Projekt unterstützt. Die jordanischen Jugendlichen begannen bald darauf, die Grenze zu überqueren und mit ihren Alterskameraden in der südisraelischen Stadt zu trainieren.

„Ich liebe es, unterschiedliche Menschen und Kulturen zusammenzuführen“

Für die Verwirklichung seines Traums hat Scheref den Torwart der Fußballmannschaft von Bnei Eilat, Ibrahim Abu Rkeik, verpflichtet. Rkeik hat im Laufe seiner Karriere bereits in Spanien gespielt und ist bekannt dafür, dass sein Herz für solche Projekte schlägt: „Mir persönlich fällt die Unterstützung nicht schwer“, erklärt er. „Ich liebe es, unterschiedliche Menschen und Kulturen zusammenzuführen. Seitdem ich Arabisch spreche, komme ich auch schnell mit den jordanischen Kindern in Kontakt.“

„Es wärmt einem das Herz, zu sehen, wie viele Menschen in das Projekt involviert sind. Du tust kleine Dinge für die Kinder, aber am Ende des Tages sind es große Dinge für uns alle. Dort sind auch viele sehr gute Menschen auf der anderen Seite der Grenze. Das Projekt, das Dov Sheref in den letzten Jahren ausgearbeitet hat, trägt nun seine Früchte. Dies betrifft Kooperationen im Bereich Sport, Kultur oder bei anderen Aktivitäten. Ich bin vollkommen freiwillig hier, mit dem Glauben, dass etwas durch dieses Projekt geschieht“, wird Rkeik zitiert.

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