Fußball: Tel Avivs Niederlage reicht zum Weiterkommen

GLASGOW (inn) - Trotz einer 0:2-Niederlage bei Celtic Glagow hat sich Hapoel Tel Aviv für die K.-o.-Runde in der Europa-Liga qualifiziert. Die Israelis profitierten bei ihrem vorzeitigen Weiterkommen vom 2:0-Erfolg des Hamburger SV gegen Rapid Wien im zweiten Gruppenspiel.

Für die Tore der Schotten, die zu einem ungefährdeten Sieg kamen, sorgten Giorgios Samaras (22. Minute) und Barry Robson (68.). In zwei Wochen treffen Hapoel Tel Aviv (9 Punkte) und der Hamburger SV (10) aufeinander, um den Gruppensieg auszuspielen.

Celtic dominierte von Beginn an das Spiel. Zwei Minuten nach der ersten Chance durch Scott McDonald bediente Aiden McGeady den griechischen Stürmer Samaras mustergültig, der zur 1:0-Führung einköpfte. Auch im zweiten Durchgang spielten die Schotten weiter druckvoll. Als das Zwischenergebnis aus Hamburg bekannt wurde, spielte Tel Aviv dann befreit auf.

Die größte Chance für die Israelis hatte Itay Schechter. Mit einem platzierten Linksschuss machte Robson zehn Minuten später alle Ambitionen der Gäste zunichte. Die K.-o.-Runde beginnt für die Mannschaft von Trainer Eli Gutman im Februar.

Schottischer Club gegen palästinensische Fahnen im Stadion

Die Partie sorgte auch außerhalb des Spielfeldes für Schlagzeilen. Die schottische Handelsunion hatte die Fans von Celtic Glasgow dazu aufgerufen, “in Solidarität mit den leidendenden Palästinensern” palästinensische Fahnen zu schwenken. Dies meldet die Tageszeitung “Ha´aretz”.

Der Club bat seine Anhänger den Aufruf zu ignorieren. Aufgrund ihrer eigenen Vereinsgeschichte feuern die “Celtic-Fans” ihren Verein teilweise mit irischen Fahnen an. “Wir hoffen, dass uns die Celtic-Fans bei dem Einsatz für einen dauerhaften Frieden in Israel und Palästina unterstützen”, begründete Dave Moxham, Generalsekretär der schottischen Handelsunion, die Initiative.

Der Verein halte diesen Aufruf für “sehr bedauerlich”. Das eigene Stadion sei kein Platz für eine “politische Demonstration”, hieß es von Vereinsseite. Celtic Glasgow begrüße Fans ungeachtet ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Rasse oder Religion. Der Großteil der Anhänger stammt aus dem katholischen Teil der Stadt. Der Lokalrivale Glasgow Rangers hat seine Unterstützer vor allem im protestantischen Lager. In Begegnungen zwischen beiden Mannschaften kam es in der Vergangenheit oft zu Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Fanlagern.

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