Fünf Soldaten sterben bei Anschlag – zwölf Palästinenser getötet

RAFAH (inn) – Palästinenser haben am Mittwochabend im Gazastreifen erneut einen israelischen Spürpanzer zur Explosion gebracht – dabei wurden fünf Soldaten getötet. Bei einem israelischen Luftangriff am Donnerstagmorgen kamen elf Palästinenser ums Leben.

Armeeangaben zufolge waren Soldaten in der Autonomiestadt Rafah im südlichen Gazastreifen im Einsatz. Sie suchten dort nach Schmuggeltunneln. Gegen 18 Uhr explodierte einer der Spürpanzer. Noch ist unklar, ob das Armeefahrzeug von einer Antipanzerrakete getroffen wurde oder auf einen Sprengsatz gefahren war.

Alle fünf Insassen, vier Soldaten und ein Offizier, kamen ums Leben. Bei ihnen handelt es sich um Aviv Hakani (23), Lior Vischinski (20), Sa´ur Smeilev (20), Aiman Gadir (24) und Elad Cohen (20).

Drei weitere Soldaten wurden durch die Explosion zudem leicht verletzt. Auch zehn palästinensische Passanten wurden verwundet. Augenzeugen zufolge wurden Teile des Panzers durch die heftige Detonation bis auf ägyptisches Gebiet geschleudert.

Aus militärischen Kreisen hieß es, der Spürpanzer war mit etwa einer Tonne Sprengstoff beladen. Die Armee habe jetzt die Anweisung gegeben, bis auf weiteres alles explosive Material aus Armeefahrzeugen zu entfernen.

Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrorgruppe Dschihad al-Islami.

Am Donnerstagvormittag feuerten israelische Soldaten von Kampfhubschraubern aus zwei Raketen auf eine Gruppe bewaffneter Palästinenser nahe Rafah. Bei dem Luftangriff wurden elf Palästinenser getötet. Laut palästinensischen Angaben waren mindestens vier von ihnen Mitglieder von Terrorgruppen. 15 weitere Palästinenser wurden verletzt. Die Namen der Getöteten sind noch nicht bekannt.

Armeeangaben zufolge hatten die Palästinenser Sprengsätze gelegt und auf Soldaten gefeuert, die in der Gegend nach der Explosion des Panzers nach den sterblichen Überresten ihrer Kameraden suchten.

Ein weiterer Palästinenser wurde von israelischen Soldaten während der Suche erschossen. Nähere Angaben zu dem Vorfall sind noch nicht bekannt.

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