Frühere Schönheitskönigin spendiert Torah-Rolle

Die Welt war ihr nicht genug: Die Israelin Mor Maman war zwar Schönheitskönigin geworden, wahres Glück entdeckte sie jedoch bei Gott. Jetzt spendiert sie ihrer Synagoge eine Torah-Rolle.
Enge Verbundenheit: Mor Maman ist begeistert von der Torah

Foto: Mor Maman, Instagram

Enge Verbundenheit: Mor Maman ist begeistert von der Torah

JERUSALEM (inn) – Die frühere israelische Schönheitskönigin Mor Maman hat ihrem Synagogenverband „Ka’ajil ta’arog“ (Wie der Hirsch lechzt) eine Torah-Rolle spendiert. Sie brachte das Stück am letzten Tag der Pessach-Zeit in die Synagoge. Bei einem Festmahl zu diesem Anlass dankte der Leiter des Verbandes, Rabbi Ejal Amrami, Maman für ihre Hilfe.

Die 22-Jährige hat bereits seit einigen Monaten den Torah-Unterricht des Rabbis besucht. Aus dieser Bekanntschaft heraus ergab sich die Spende. Auf dem Bilderportal Instagramm stellte Maman ein Foto mit der reich verzierten Rolle online. Dazu schrieb sie: „Danke, HaSchem, der mir das Vorrecht gewährte, in jungem Alter in die Torah eingeführt zu werden.“ Mit dem hebräischen Ausdruck „HaSchem“ (Der Name) umschreiben fromme Juden den Gottesnamen, den sie nicht aussprechen wollen.

Rabbi Amrami sagte: „Unser Vater im Himmel ist sehr stolz auf dich. Eine Torah-Rolle zu spendieren ist ein sehr wichtiges Gebot, das nicht jedem zukommt. In den vergangenen Monaten warst du geehrt, den Namen des HERRN zu heiligen, indem du unserem Vater im Himmel näher gekommen bist und die Beziehung gestärkt hast.“

Ruhm als Leere empfunden

Maman wurde im Jahr 2014 israelische Schönheitskönigin. Diesen Triumph empfand sie jedoch als „15 Minuten Ruhm“, wie sie in einem Interview sagte. Sie habe keinen Sinn mehr darin gesehen, sich vier Stunden lang mit Make-Up zu befassen, um dann ein Foto zu schießen. „Eines Tages saß ich vor einer Synagoge und konnte nicht aufhören zu weinen. Ich sagte mir: ‚Ich habe genug von dieser falschen Welt.’“

Zum Internationalen Frauentag Anfang März schrieb Maman auf Instagram, dass sie sich seit sechs Monaten auf einer „Rückkehr“ zu Gott befinde. Sie beschrieb außerdem, wie Gott ihr Leben präge und „mit einer Freude füllt, die niemals endet“. Sie halte sich an die Gebote und besuche den Torah-Unterricht.

Der Welt der Schönheit hat sie jedoch nicht den Rücken gekehrt. Heute gehört ihr ein Kosmetik-Unternehmen in Jerusalem, sie modelt weiterhin, wie ihre Instagram-Bilder zeigen. Doch auch in diesem Bereich helfe Gott, wie sie schrieb. „Er öffnet für mich Türen, sowohl im Geschäft als auch im persönlichen Leben.“

Von: df

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