Friede zwischen Israel und Palästinensern wäre „Deal des Jahrhunderts“

Ein Zelebrieren der Verbindung: Bei ihrem ersten Treffen im Weißen Haus haben US-Präsident Trump und sein ägyptischer Amtskollege Al-Sisi ihren Wunsch nach Frieden zwischen Israel und den Palästinensern thematisiert. Trump sagte dem Land am Nil mehr Hilfe zu – das war unter Obama teils anders.
Kamen zu einem ersten Treffen zusammen: Al-Sisi und Trump (Montage: Israelnetz)
Kamen zu einem ersten Treffen zusammen: Al-Sisi und Trump (Montage: Israelnetz)

WASHINGTON (inn) – US-Präsident Donald Trump hat am Montag seinen ägyptischen Amtskollegen Abdel Fattah al-Sisi zu Gesprächen im Weißen Haus empfangen. Auf der Agenda des ersten Treffens der beiden Politiker standen „Ideen“ für einen möglichen israelisch-palästinensischen Friedensgipfel in Washington im Sommer.

Al-Sisi sagte während der Zusammenkunft, sein Land „suchte und sucht weiterhin eine umfassende und gerechte Lösung für diese Frage, basierend auf der Gründung eines palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 und Ostjerusalem als der Hauptstadt“. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

„Der Deal des Jahrhunderts“

Das zweieinhalbstündige Treffen zwischen den beiden Präsidenten wird als „warmherzig“ und „positiv“ beschrieben. Der ägyptische Präsident äußerte sich Trump gegenüber: „Sie, Herr Präsident, können eine Lösung finden.“ Al-Sisi sagte seine volle Unterstützung zu jeder Art von Bemühung zu, die eine Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt bringe.

Friede zwischen Israel und den Palästinensern wäre „der Deal des Jahrhunderts“, sagte Al-Sisi und spiegelte Trumps Art des Redens. Dieser antwortete: „Sie haben einen großartigen Freund und Verbündeten in den Vereinigten Staaten und in mir.“ Bereits kurz nach seiner Amtseinführung hatte Trump Ägypten eine stärkere Zusammenarbeit gegen den Terrorismus zugesichert. Seit Jahren geht das Land gegen einen Ableger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ insbesondere auf dem Sinai vor.

Keine Einladung ins Weiße Haus unter Obama

Als Trumps Vorgänger, Barack Obama, noch im Amt war, war das Verhältnis zwischen den USA und Ägypten kühler. Durch einen Militärputsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Mohammed Mursi kam Al-Sisi an die Macht. 2014 wurde Al-Sisi dann zum Präsidenten gewählt. Aufkommende Proteste ließ dieser niederschlagen. Wegen Menschenrechtsverletzungen und der Unterdrückung Andersdenkender hatte Obama zeitweise die US-Militärhilfen an das Land am Nil ausgesetzt, berichtet die Tagesschau. Eine Einladung ins Weiße Hause erhielt Al-Sisi von Obama nicht.

Auch Trumps Botschafter für den Nahen Osten, Jason Greenblatt, ist derzeit für den Frieden in der Region unterwegs. Als Beobachter war er vergangene Woche auf dem 28. Gipfel der Arabischen Liga dabei. Dort trafen sich die politischen Führungskräfte in der jordanischen Hauptstadt Amman. Die Teilnehmer sprachen sich für zwei Staaten im palästinensisch-israelischen Konflikt aus. Im Vorfeld hatte Greenblatt den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas getroffen. „Ich hatte ein sehr positives Treffen mit Präsident Abbas. Wir haben diskutiert, wie wir gemeinsam im Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern vorankommen können“, twitterte Greenblatt im Anschluss an die Zusammenkunft.

Von: mab

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