Auf dem 23. Kongress der Sozialistischen Internationalen im Athener Vorort Lagonissi schüttelten sich Barak und Talabanim die Hände und sprachen miteinander. Sowohl in Israel als auch im Irak wurde der Vorfall sofort heruntergespielt, berichtet die britische BBC. Aus dem Büro Talabanis hieß es, das von Fotografen eingefangene Händeschütteln mit Barak sei lediglich ein „zivilisiertes, soziales Handeln“ ohne besondere Bedeutung gewesen
Talabani habe auf eine Bitte von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas reagiert, der ebenfalls an dem Kongress teilnahm und Barak traf. Zudem sei Talabani in der Funktion als Chef der kurdischen Partei und stellvertretender Präsident der Sozialistischen Internationalen vor Ort gewesen, und nicht als irakischer Präsident, hieß es weiter. Barak nahm an der Konferenz als Vorsitzender der israelischen Arbeitspartei teil.
Die Mitteilung des irakischen Präsidentenbüros stellte klar, dass aus dem Treffen mit den beiden Politikern keine Verpflichtung des irakischen Staates gegenüber den Palästinensern oder den Israelis resultiere.
Ein Vertreter der israelischen Regierung erklärte, das Handshake habe „ein nettes Foto“ erbracht, doch habe es keinerlei tiefergehende Bedeutung. Von einem Beginn diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und dem Irak könne keine Rede sein.