Foltervorwürfe gegen palästinensische Sicherheitskräfte

Zwei Menschenrechtsorganisationen haben routinemäßige Folter bei den palästinensischen Sicherheitskräften angeprangert. Sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland würden Gefangene gequält.

Laut der Organisation “Human Rights Watch” mit Sitz in New York hat die Zahl der willkürlichen und politischen Festnahmen seit Juni 2007 drastisch zugenommen. Zu dieser Zeit hatte die Hamas gewaltsam die Macht im Gazastreifen übernommen. Die Gruppierung nehme Mitglieder der gegnerischen Fatah fest und misshandele sie. Entsprechendes sei über den Umgang der Fatah mit Hamas-Aktivisten im Westjordanland zu berichten.

Wie das Magazin “Focus” in seiner Online-Ausgabe meldet, forderte “Human Rights Watch” die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. Sie müsse ihre finanzielle Unterstützung für die palästinensischen Sicherheitskräfte im Westjordanland an die Bedingung knüpfen, dass die Menschenrechte stärker geachtet würden.

In einem am Montag veröffentlichten Bericht der palästinensischen Organisation “El-Hak” hieß es, im vergangenen Jahr seien mehr als 2.000 Palästinenser von palästinensischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Etwa 20 bis 30 Prozent seien geschlagen oder in anderer Weise misshandelt worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen