Folge der “Intifada”: Druck von außen – Israelis rücken eng zusammen

TEL AVIV (inn) – Der anhaltende Druck auf Israel von außen schweißt die Gesellschaft im Innern zusammen – das geht aus einer in der Tageszeitung “Ma´ariv” veröffentlichten Umfrage hervor.

Die bis vor wenigen Monaten beklagten tiefgreifenden Spannungen in der israelischen Gesellschaft – etwa in Religiöse und Nichtreligiöse sowie in Juden europäischen oder orientalischen Ursprungs – scheinen fürs Erste beiseite gelegt, glaubt man dem Ergebnis der aktuellen “Market Watch”-Umfrage.

Sogar die landläufig als “Siedler” bezeichneten Bewohner von Yesha (Judäa, Samaria, Gaza) und die Haredim (Ultra-Orthodoxe) – normalerweise zwei Negativ-Kandidaten bei derartigen Umfragen – sind plötzlich wieder beliebt.

“Wie denken Sie über die folgenden Gruppen – positiv, negativ oder gleichgültig?” lautete eine Frage. Dabei ergab sich folgendes Meinungsbild:

Sephardim und Ashkenasim (orientalische und eurpäische Juden) werden gleich positiv beurteilt – 83 Prozent sagen dies, nur zehn Prozent haben negative Ansichten über diese Gruppen.

78 Prozent mögen Angehörige von Kibbutzim (landwirtschaftlichen Kooperativen), nur 15 Prozent denken negativ über sie.

Dreiviertel aller Befragten (75 Prozent) sagten, daß sie positiv über Neueinwanderer denken. Immerhin noch 55 Prozent mögen “Siedler”, 47 Prozent sagen “Ja” zu den Ultra-Orthodoxen und 46 Prozent mögen “Linksgerichtete” (43 Prozent mögen die Linken jedoch derzeit nicht).

Die Ausnahme: Die israelischen Araber haben derzeit keine Lobby in der überwiegend jüdischen Bevölkerung. Vier von zehn Befragten (39 Prozent) sehen sie positiv, die Hälfte dagegen (50 Prozent) sieht sie überwiegend kritisch.

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