„Figaro“ beschreibt Waffenerwerb der Hisbollah

BEIRUT (inn) - Die schiitische Hisbollah-Miliz hat drei logistische Sondereinheiten eingerichtet, um ihr Arsenal im Libanon aufzustocken. Das enthüllt die französische Tageszeitung "Le Figaro" unter der Überschrift "In der Verborgenheit der Waffenverstecke der Hisbollah".

Dem Bericht zufolge befindet sich das „Hauptquartier“ der „Einheit 108“ in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Sie „hat die Aufgabe, den Transport von Waffen und Munition zwischen ihren Lagerstätten in Syrien und anderen Strukturen an der syrisch-libanesischen Grenze zu gewährleisten, wo die schiitische Miliz ihre Stützpunkte verstärkt hat“, schreibt „Le Figaro“. Diese erste Einheit sei in „gewöhnliche Lager“ und „Reservelager“ aufgeteilt. Erstere befänden sich im Raum Damaskus, eines liege nicht weit vom dortigen Flughafen entfernt – „eine sehr nützliche Nähe, wenn man weiß, dass der Großteil der Waffen per Flugzeug aus dem Iran kommt“. Die Reservedepots seien bei den Städten Aleppo, Homs und Tartus zu finden.

Hinzu komme die „Einheit 112“, die mit der Versorgung der Hisbollah-Waffenlager im Libanon betraut sei, heißt es weiter in dem „Figaro“-Artikel. Auch verteile sie die von der „Einheit 108“ gelieferten Kampfmittel an die verschiedenen Stützpunkte der Miliz. Die Waffen würden mit Lastwagen dorthin gebracht. Die „Einheit 100“ wiederum transportiere Mitglieder und Kämpfer der Hisbollah (Partei Allahs), aber auch iranische Experten.

„Eines ist sicher“, schreibt die französische Zeitung. „Angesichts der Bedrohungen der israelischen Armee haben sich Syrien und der Iran einander angenähert.“ In ihrem „kalten Krieg“ mit dem jüdischen Staat bemühe sich die Hisbollah, genügend Waffen zu erwerben, um den israelischen Truppen notfalls entgegentreten zu können.

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