Das Feldkrankenhaus samt moderner Gerätschaft befindet sich am Eres-Grenzübergang im Norden des Gazastreifens. Es wurde am 20. Juli errichtet. 20 Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger sind permanent vor Ort. Verletzte oder auch kranke Zivilisten aus Gaza sollten hier Hilfe finden. Bislang haben sich jedoch nur 50 Palästinenser von den Israelis behandeln lassen.
„Wir begegnen tiefem Argwohn bei den Patienten“, erklärt Scharon Biton von der israelischen Militärverwaltung in den Palästinensergebieten (COGAT) gegenüber der Onlinezeitung „Times of Israel“. Er fügt hinzu: „Zuerst verweigern die Menschen die Behandlung. Aber dann beruhigen sie sich und verstehen, dass wir ganz auf ihrer Seite sind.“ Dafür, dass sich von Tausenden Verletzten nur so wenige in der israelischen Einrichtung behandeln lassen, macht Biton die Hamas verantwortlich. „Wir wissen, dass der Feind Menschen davon abhält, hier herzukommen.“
Die wenigen Patienten, die am Eres-Übergang ankommen, wurden laut dem Bericht entweder von Soldaten gebracht oder Hilfsorganisationen haben ihnen die Einrichtung empfohlen. In einem Fall haben Armeeangehörige eine 75-jährige Frau in das Feldkrankenhaus gebracht. Sie litt unter Erschöpfung und Dehydration. Ihre Familie war aus Chan Junis geflohen und hatte sie zurückgelassen.
Rachel Mesan, Oberschwester und Leiterin des Feldkrankenhauses, betont: „Unsere Möglichkeiten warten auf die Bewohner des Gazastreifens, dass sie kommen und medizinische Hilfe erhalten. Wir sind sehr erfahren in solchen Einsätzen. Wir haben das Krankenhaus sehr schnell errichtet und es den wechselnden Bedingungen angepasst. In einigen Fällen konnten wir definitiv Leben retten.“
Wie die „Times of Israel“ berichtet, haben seit Beginn der Militäroperation „Starker Fels“ am 8. Juli mehr als 400 Palästinenser den Gazastreifen über den Eres-Grenzübergang verlassen. Sie werden in Krankenhäusern im Westjordanland sowie in Ostjerusalem oder anderen Teilen Israels behandelt.