Fatah und Hamas wollen innere Kämpfe beenden

DAMASKUS (inn) – Die Führer der palästinensischen Fraktionen und Terror-Organisationen wollen bei der Beilegung ihrer inneren Konflikte keine Gewalt mehr anwenden. Bei den jüngsten Ausschreitungen zwischen palästinensischen Polizisten und Hamas-Kämpfern im Gazastreifen wurden am vergangenen Wochenende drei Menschen getötet und etwa 50 weitere verletzt.

Faruk Kaddumi, der Leiter der Fatah-Partei, sprach davon, dass der “Dialog der einzige Weg” sei, um Auseinandersetzungen zu beenden. Er sagte weiterhin, dass sich die “Leiter einig sind, alle palästinensischen Kräfte und Fraktionen dazu aufzurufen, bei der Lösung interner Differenzen den Gebrauch von Waffen zu unterlassen”. Alle “Formen politischer und medialer Provokation, die den Interessen des Volkes und der nationalen Einheit schaden”, sollen zudem in Zukunft unterlassen werden.

Einer der Führer der radikal islamischen Terror-Organisation Hamas, Chaled Maschal, akzeptierte den Aufruf. Er verteidigte jedoch die Rechte seiner Gruppe, sich gegen die “israelische Besatzung” zu wehren und dabei eine Rolle im palästinensischen politischen Leben einzunehmen. “Solange unser Land besetzt ist, haben das palästinensische Volk und seine Fraktionen das Recht, Widerstand und politische Aktionen zu verbinden”, so Maschal. Der “Widerstand und seine Waffen” seien gegen die “Besatzung” gerichtet, “solange politische Aktivitäten Teil der Umordnung der palästinensischen Heimat” sind.

Wie der pan-arabische Fernsehsender “Al-Dschasira” berichtet, sagte er nach dem Treffen vor Journalisten: “Wir lehnen jegliche Neigungen zu internen Fehden ab”, weil “palästinensisches Blut ein Tabu ist”.

An dem Treffen nahmen neben der Fatah und der Hamas auch ranghohe Leiter der Terror-Organisation Dschihad al-Islami sowie Vertreter der “Volksfront für die Befreiung Palästinas” (PFLP) teil.

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