Fatah-Mitglieder sterben bei Hamas-Angriff

GAZA (inn) – Bei einem Angriff der Hamas sind am Dienstag mindestens sieben Fatah-Anhänger getötet worden. Der Vorfall ereignete sich in einem Trainingslager in der Nähe des Karni-Überganges zwischen dem Gazastreifen und Israel.

Die Toten gehörten der Präsidialgarde von Fatah-Chef Mahmud Abbas an. Die Hamas-Mitglieder feuerten eine Rakete auf einen Jeep der Sicherheitskräfte ab. Das Fahrzeug überschlug sich. Daraufhin schossen die Hamas-Vertreter auf die Insassen und töteten sieben von ihnen.

Wie die Zeitung „Ha´aretz“ meldet, flohen offenbar zwei weitere Männer von dem Schauplatz. Nahe der Grenze eröffneten israelische Soldaten das Feuer auf sie. Die Palästinenser wurden tödlich getroffen.

Bei einem weiteren Zusammenstoß der beiden Gruppierungen kam ein Hamas-Anhänger ums Leben. An mehreren Orten im Gazastreifen gab es am Morgen Schusswechsel. Wegen der innerpalästinensischen Gewalt blieben die Universitäten geschlossen. Viele Eltern schickten ihre Kinder nicht in die Schule.

Aus Protest gegen die Anarchie war der palästinensische Innenminister Hani Kawasmeh am Montag zurückgetreten. Er warf den Führern von Hamas und Fatah vor, ihn bei seinem Sicherheitsplan nicht unterstützt zu haben. Seit Sonntagmorgen haben die neu aufgeflammten Kämpfe im Gazastreifen 17 Menschenleben gefordert. Damit ist die palästinensische Einheitsregierung ernsthaft gefährdet.

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