Familien der entführten Soldaten vor dem US-Kongreß

WASHINGTON (inn) – Die Familien dreier vermißter israelischer Soldaten haben sich an den US-Kongreß in Washington mit der Bitte um Unterstützung gewandt. Vor einem Sonderausschuß des Abgeordnetenhauses berichteten die Angehörigen von Adi Avitan, Benjamin Avraham und Omar Souayed über die Verschleppung der Militärangehörigen.

Sie waren im Oktober 2000 am Bärenberg (Har Dov) im Grenzgebiet zum Libanon von Terroristen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz entführt und vermutlich ermordet worden. Die Verschleppung wurde von einem indischen UNIFIL-Soldaten beobachtet und sogar gefilmt. Doch der „Blauhelm“ gab die wichtige Information nicht weiter.

Offiziell wurden die Soldaten von israelischer Seite für tot erklärt, jedoch weigert sich die Hisbollah bislang, die Leichen zu überstellen. Der US-Kongreß soll sich jetzt für die Aufklärung des Schicksals von Avitan, Avraham und Souayed einsetzen. Ein vierter Israeli, Elhannan Tannenbaum befindet sich ebenfalls seit fast zwei Jahren in den Händen der Hisbollah. Der Zivilist wurde entführt.

Das Schicksal seiner vermißten Soldaten bewegt Israel sehr. Seit 5.831 Tagen ist der Luftwaffen-Navigator Ron Arad in den Händen radikaler Islamisten. Er war mit einem Kampfjet über dem Libanon abgestürzt. Drei weitere Soldaten, Zachary Baumel, Zvi Feldman und Yehuda Katz, sind seit 7419 Tagen verschwunden. Sie wurden im Libanonkrieg während der Panzerschlacht von Sultan Yakoub verschleppt. Über ihr Schicksal ist nichts bekannt.

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