Taisir Haib soll am kommenden Monat entlassen werden. Er hatte im April 2003 im Gazastreifen das Feuer auf den 22-jährigen Fotographen Hurndall eröffnet. Dieser erlitt schwere Kopfverletzungen und lag neun Monate im Koma, bevor er starb.
Ein Gericht hatte Haib für schuldig befunden, das Feuer ohne Erlaubnis eröffnet zu haben. Er war wegen Totschlags, Behinderung der Justiz und Falschaussage zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Der Tageszeitung „Ha´aretz“ zufolge hatte sich Militärstaatsanwalt Avichai Mandelblit gegen eine frühzeitige Entlassung Haibs ausgesprochen, da diese die Beziehungen zwischen Israel und Großbritannien belasten könnte. Das Gericht stimmte jedoch einer solchen Freilassung zu. In den vergangenen Jahren hatte es in dem Fall entsprechende Anträge abgelehnt.
Das britische Außenministerium erklärte am Montag: „Wir haben die Gerichtsentscheidung, Taisir Haib zu entlassen, heute zur Kenntnis genommen, und sind uns der Trauer bewusst, zu der diese Entscheidung bei Familie Hurndall führen wird. Wir empfinden die tiefste Sympathie für die Familie Hurndall. Toms Tod war eine Tragödie“.