Ex-Minister Lieberman: „Israels Schwäche führt zu weiteren Attentaten“

JERUSALEM (inn) – Der in der vergangenen Woche zurückgetretene Infrastrukturminister Avigdor Lieberman (Nationale Union) hat die Zugeständnisse Israels an palästinensische Vertreter und Nahost-Vermittler Anthony Zinni scharf kritisiert.

Lieberman sagte am Mittwochmorgen in Jerusalem, das erneute Selbstmordattentat eines palästinensischen Terroristen nahe der Araberstadt Umm el-Fahm sei nur wegen Zugeständnissen Israels, wie dem Rückzug der Armee aus Palästinenserstädten, möglich gewesen.

„Es ist unsere Schwäche und Verwirrung, die zu neuen Anschlägen führt; einseitige Zugeständnisse von Israel an die Palästinenser bringen mehr und mehr Attentate mit sich,“ sagte Lieberman. Gegenüber „Terroristen, Erpressern und Kriminellen“ dürfe man keine Zugeständnisse machen.

Der rechtsgerichtete frühere Minister kritisierte zudem die Politik von Israels Außenminister Shimon Peres. „Wenn ich seine Position sehe, muß ich mich fragen: Ist Peres verrückt oder ist sein Verhalten einfach nur unerklärlich? Selbst US-Vizepräsident Dick Cheney will PLO-Chef Arafat nicht treffen, doch Peres drängt bei jeder Gelegenheit ohne Bedingungen zu Gesprächen mit dem Palästinenserführer,“ so Lieberman.

Im Gegensatz zu Israel habe Arafat bislang keine Zugeständnisse an Israel gemacht, der PLO-Chef habe auch keine Kompetenz, die Gewalt seiner Landsleute gegen Israelis einzudämmen. „Arafat kann sich an sein Volk in Arabisch, Chinesisch oder auch Türkisch wenden – kein Aufruf wird helfen. Seine Absicht ist es vielmehr, den Terrorismus aufrecht zu erhalten,“ sagte Lieberman.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen