„Ich habe es als einen großen strategischen Fehler angesehen“, schreibt Ghasi Hamad. Statt ihre Beziehungen mit der arabischen und der internationalen Gemeinschaft auszuweiten, sei die Hamas nun im engen Gazastreifen isoliert und belagert. „Es ist schwer für Hamas-Führer, ihre Fehler zuzugeben. Aber ich sage ihnen, dass das Zugeben von Fehlern nicht gegen ihre Religion verstößt.“ Die gewaltsame Übernahme bringe die Hamas unter Druck von innen und verursache „tausend überflüssige politische Probleme“. Der Brief vom Samstag wurde auf der palästinensischen Webseite „Amad“ veröffentlicht.
Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet, hat sich die Hamas unlängst von Hamad distanziert. Anlass war eine von ihm geäußerte Unterstützung für Verhandlungen mit Israel. Hamad spreche nur für sich selbst, hieß es daraufhin aus der Terrorgruppe.