Erstmals Staatspräsident aus Sri Lanka in Israel

JERUSALEM (inn) – Als erster Staatspräsident Sri Lankas hat Mahinda Rajapaksa am Donnerstag Israel besucht. Bei einem Gespräch mit dem israelischen Staatsoberhaupt Schimon Peres bot er Hilfe bei der Lösung des Nahostkonfliktes an.
Mit Mahinda Rajapaksa hat erstmals ein Staatsoberhaupt von Sri Lanka Israel besucht.
Mit Mahinda Rajapaksa hat erstmals ein Staatsoberhaupt von Sri Lanka Israel besucht.

Peres würdigte Rajapaksa als großen Politiker, der seinem Volk Frieden und Versöhnung gebracht habe. „Sie haben Ihr Herz und Ihre Gedanken Tage und Nächte in den Frieden investiert und Sie sehen die Früchte. Sie sind in eine Region gekommen, die noch immer nach Frieden und Versöhnung sucht. Israel ist zum Frieden entschlossen.“ Mit Sri Lanka verbinde Israel eine steinige Beziehung mit Höhen und Tiefen. Es sei besser, die Tiefen zu vergessen und sich an die Höhen zu erinnern, sagte Peres laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“.
Rajapaksa betonte, sein Land unterstütze Frieden für alle Völker. Sri Lanka habe 30 Jahre lang unter einem Krieg mit Terroristen gelitten und lebe erst seit den vergangenen vier Jahren in Frieden. In dieser kurzen Zeit sei es dem Land gelungen, Terrorismus auszumerzen und sich wirtschaftlich zu entwickeln. Es habe rund 14.000 ehemalige Kämpfer aus Gefängnissen entlassen und diese wieder in die Gesellschaft integriert. Einige der Ex-Häftlinge seien Kindersoldaten gewesen. Laut Rajapaksa habe sein Land derzeit gute Beziehungen mit Israel, vor allem im Bereich des Verteidigungswesens.
Am Mittwoch hatte sich der Staatspräsident Sri Lankas bereits mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu getroffen. Beide vereinbarten, die bilateralen Beziehungen auszuweiten, vor allem in den Bereichen Landwirtschaft und Wassertechnologie. Rajapaksa dankte Netanjahu für Israels Unterstützung nach dem Tsunami 2004.
Bereits am Dienstag war Rajapaksa mit palästinensischen Vertretern im Westjordanland zusammengekommen.

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