Erste Nierentransplantation im Palästinensergebiet

RAMALLAH (inn) - Zum ersten Mal haben Ärzte in einem öffentlichen palästinensischen Krankenhaus Nieren transplantiert. Der Regierungschef im Westjordanland, Salam Fajjad, gratulierte den Mitarbeitern des medizinischen Zentrums in Ramallah zu dem erfolgreichen Eingriff.

„Ich bin froh, die gute Botschaft einer gelungenen Operation an das palästinensische Volk und an die Regierung weitergeben zu dürfen“, sagte Gesundheitsminister Abu Moghli gegenüber Fajjad. Dieser hatte den Eingriff zuvor als „hervorragende Leistung“ bezeichnet.

Wie die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“ berichtet, sei die Operation ein Beispiel für die fortlaufende Entwicklung im Gesundheitswesen. Nierentransplantationen kosteten das Gesundheitssystem bisher rund 15.000 Euro, da die Patienten nur im Ausland behandelt werden konnten. Lassen sich die Patienten nun in einem öffentlichen palästinensischen Krankenhaus operieren, belaufen sich die Kosten auf etwa 3.000 Euro. Diese übernehme das Ministerium, berichtet „Ma´an“.

In den Palästinensergebieten gibt es rund 1.100 Dialyse-Patienten.

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