GAZA (inn) – Die seit Tagen anhaltenden innerpalästinensischen Auseinandersetzungen haben weitere Todesopfer gefordert. In Gaza kamen in den vergangenen zwei Tagen ein ranghoher Sicherheitsbeamter der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und ein Polizist ums Leben – etliche wurden verletzt.
Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet, wurde am Mittwochabend ein ranghoher Kommandeur der Sicherheitstruppen von Palästinenserführer Mahmud Abbas durch eine Autobombe getötet. Der Tote wurde als Nabil Hodhod identifiziert, er war Leiter des Elite-Schutz-Sicherheitsdienstes in Zentral-Gaza.
Aus Sicherheitskreisen hieß es, die Bombe sei explodiert, als Hodhod gerade seinen Wagen erreichte. Sein Stellvertreter sei verletzt worden. Bisher ist noch nicht bekannt, wer für den Vorfall verantwortlich ist.
Am Donnerstag kam ein Polizist bei einem Feuergefecht zwischen palästinensischen Sicherheitskräften und der neu errichteten Hamas-Miliz ums Leben. 15 weitere Personen wurden verletzt.
Der Vorfall ereignete sich, als eine Gruppe von Polizisten in einem Wagen von der Beisetzung des ranghohen Sicherheitsbeamten zurückfuhren. Laut der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ gaben die Hamas-Milizen jedoch an, sie seien von einer Gruppe Bewaffneter angegriffen worden, als sie ihre Posten im Zentrum der Stadt besetzen wollten.
Die Fatah und die Hamas machen sich gegenseitig für den Vorfall verantwortlich. Die Zahl der Opfer, die bei innerpalästinensischen Auseinandersetzungen in diesem Monat ums Leben kamen, hat sich damit auf elf erhöht.