Weinstein wies die israelische Polizei am Dienstag an, ein Ermittlungsverfahren wegen Anstiftung zu Gewalt und Rassismus gegen den islamischen Geistlichen einzuleiten. Dabei sollen auch andere Aussagen des Muftis über Juden geprüft werden.
Hussein hatte aus der Hadith, der Überlieferung über den Propheten Mohammed, zitiert: "Die Stunde (der Auferstehung) wird nicht kommen, bis ihr die Juden bekämpft. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn’".
Die Worte des Muftis hatten in Israel Empörung ausgelöst. Premierminister Benjamin Netanjahu bezeichnete sie als abscheuliche Beleidigung, die alle Nationen der Welt verurteilen müssten. Er kritisierte, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) die Ansprache nicht verurteilt hat und warf ihr vor, nichts gegen Hetze zu unternehmen.
Hussein selbst betonte laut der Tageszeitung "Ha´aretz", seine Worte seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. "Ich habe über die letzten Zeichen des Tages der Wiederauferstehung gesprochen", so der Mufti. "Ich habe nicht aufgehetzt und habe nicht zum Morden aufgerufen. Wir befinden uns derzeit nicht am Ende der Tage."
Der Moderator der Veranstaltung hatte die Rede des Muftis mit den Worten angekündigt: "Unser Krieg gegen die Nachfahren der Affen und Schweine ist ein Krieg der Religion und des Glaubens."
Ein Video von der Ansprache Husseins ist auf der
Internetseite der israelischen Organisation "Palestinian Media Watch" zu sehen.