Ermittlungen gegen israelischen Polizisten

JERUSALEM (inn) - Nach dem Tod eines palästinensischen Jungen bei einer Demonstration haben die israelischen Sicherheitskräfte einen Polizisten festgenommen. Der zehnjährige Palästinenser war in der vergangenen Woche bei Protesten gegen den Sicherheitszaun in Ni´ilin tödlich getroffen worden.

Laut Polizeisprecher Micky Rosenfeld steht der Grenzpolizist unter Hausarrest. Gegen ihn werde weiter ermittelt, berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“.

Während der Proteste hatten Jugendliche Steine auf Soldaten und Grenzpolizisten geworfen, die ihrerseits Gummigeschosse und Tränengas gegen die Demonstranten einsetzten. Später klangen die Auseinandersetzungen ab, nur einige wenige Jugendliche warfen weiterhin Steine. Nach Angaben von Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte mehr Tränengas ein und schossen auch scharf, als sich die Gruppe nicht auflösen wollte.

In Ni´ilin finden häufig Demonstrationen gegen die Sperranlage um das Westjordanland statt. Die Bewohner der Ortschaft bei Ramallah beschweren sich, weil der Zaun auf ihrem Land errichtet worden sei und ihnen die Lebensgrundlage entziehe.

Nach der Beisetzung des palästinensischen Kindes am vergangenen Mittwoch gab es erneut Zusammenstöße mit israelischen Polizisten. Dabei wurde ein 18-jähriger Palästinenser ebenfalls tödlich verwundet.

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