Pro-palästinensische Hacker hatten vergangene Woche in einem Video „virtuelle Krieger des gesamten Planeten“ aufgefordert, an diesem Montag die wichtigsten israelischen Webseiten „mit allen Mitteln“ außer Betrieb zu setzen. Diese Angriffe richteten sich gegen Israel als einen „Polizei-Staat“ und endeten erst, „wenn Palästina frei ist“, hieß es in der Videobotschaft der Gruppe „Anonymous Operation Israel“.
Das Ausmaß der geplanten virtuellen Attacke ist minimal, sagten am Montag Vertreter des Inlandsgeheimdienstes Schabak gegenüber dem Fernsehsender „Kanal 2“. Kleinere Behinderungen habe es bei Dutzenden Seiten gegeben. Der Schabak hatte einen separaten virtuellen Bereich zur Vorbereitungen auf diese Operation eingerichtet, schreibt die Tageszeitung „Jerusalem Post“.
Bereits vergangenes Jahr hatten Hacker der Gruppe „Anonymous“ am gleichen Datum einen Cyberangriff gegen Israel gestartet, damals mit größerem Erfolg: Sie legten kurzzeitig die Internetseiten des Büros des israelischen Premierministers und der Likud-Partei lahm. Auch andere Webseiten der Regierung hatten mit Angriffen zu kämpfen (Israelnetz berichtete).