Erekat an UNO: Gazastreifen nicht als “gefährliches Gebiet” deklarieren

GAZA (inn) – Der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat hat die UNO aufgefordert, den Gazastreifen nicht als “eine der gefährlichsten Regionen der Welt” zu klassifizieren. Dies könne katastrophale Folgen für die Menschen in dem Gebiet haben, sagte er gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur “Ma´an”.

Eine solche Einstufung “hat Auswirkungen auf palästinensisches Leben, und vor allem auf die Wirtschaft”, so Erekat, der bei der Befreiungsorganisation PLO die Abteilung für Verhandlungen leitet. “Eine derartige Entscheidung wird zerstörerisch sein. Der Abzug von UN-Mitarbeitern und Programmen aus dem Gazastreifen wird verheerend sein und die Projekte der Geberländer verhindern.” Die palästinensische Gesellschaft könne einen weiteren Zusammenbruch erleiden. Schon jetzt sei die Lage in der Wirtschaft schwer zu ertragen.

Erekat beschuldigte “diejenigen, die das Sicherheitschaos in der palästinensischen Arena geschaffen und beibehalten haben”, dem Ruf des palästinensischen Volkes zu schaden. Die Einheitsregierung rief er auf, “die Programme und Zusicherungen umzusetzen, die sie gemacht haben”. Dazu gehöre auch “ein Ende des Zustandes von äußerstem Chaos und der spontanen Verbreitung von Waffen”.

Der Palästinenser forderte die UNO auf, ihre Entscheidung in Bezug auf den Gazastreifen zurückzunehmen. Wann sie bekannt gegeben wurde, berichtet “Ma´an” nicht. Infolge des Sicherheitschaos haben UN-Mitarbeiter mehrfach erwogen, das Gebiet zu verlassen. Unter anderem gab es Angriffe auf Fahrzeuge der Vereinten Nationen.

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