Entschädigung für Terror-Opfer: Israelisches Gericht hält Geld für PA zurück

TEL AVIV (inn) - Der Gerichtshof in Tel Aviv will der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) 127 Millionen Euro vorerst vorenthalten. Damit soll Angehörigen der Opfer, die bei einem Terroranschlag im Jahr 2001 ums Leben gekommen waren, Entschädigung gezahlt werden.

Bei dem Anschlag vor acht Jahren auf der Autobahn 443 starben Janif und Sharon Bar-Schalom, ihre beiden Kinder wurden verletzt, berichtet die Tageszeitung “Ha´aretz”. Avi Zamir, Richter in Tel Aviv, schreibt in seinem Gerichtsurteil, die Beweise sprächen eindeutig dafür, dass die Palästinenser für den Anschlag verantwortlich seien. Aus diesem Grund müsse das Gericht einen Teil des Geldes zurückhalten. Damit solle garantiert werden, dass die Opfer ihre Entschädigung erhalten.

Die Palästinensische Autonomiebehörde hingegen sehe keinen Grund zur Beunruhigung, heißt es in “Ha´aretz”. Wie ein Sprecher mitteilte, brauche Israel keine Angst haben, dass sie die Entschädigung nicht bekämen. Schließlich überweise die PA monatlich 36 Millionen Euro an Israel. Zamir wies darauf hin, dass das Geld aus Sicherheit und aus Diplomatie zurückgehalten werde. Denn sonst bestehe die Gefahr, dass die Entschädigung nicht gezahlt werden würde.

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