Entführungsvorwürfe gegen PA-Polizisten

JERUSALEM (inn) - Die israelische Polizei in Jerusalem hat sieben Palästinenser verhaftet, die im Ostteil der Stadt illegal als Polizisten auftraten. Den Männern wird unter anderem vorgeworfen, israelische Araber bedroht und in das Westjordanland entführt zu haben.

Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ meldet, wurden die Palästinenser bereits vor zwei Wochen verhaftet. Über den Vorfall war jedoch bis zum gestrigen Montag eine Nachrichtensperre verhängt worden.

Die Verhafteten stammen aus der Ortschaft Schoafat bei Jerusalem. Offenbar sind sie Mitarbeiter der palästinensischen Polizei im Westjordanland. Dieser ist es jedoch strikt verboten, Aktivitäten in dem von Israel kontrollierten Ostteil Jerusalems auszuführen.

Laut dem Bericht hatten die verdeckten Ermittlungen ergeben, dass sich die Palästinenser als Polizisten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) auswiesen. Die Gruppe war offenbar mit illegalen Angelegenheiten betraut und sollte Familienstreitigkeiten „regeln“.

In einem Fall wird den Männern vorgeworfen, die beiden Kinder einer christlichen Araberin aus Beit Hanina entführt zu haben. Die angeblichen Polizisten hatten die fünf- und neunjährigen Kinder aus dem Auto der Witwe verschleppt und nach Ramallah gebracht. Dort lebt die Familie des verstorbenen Mannes der Frau. Die Kinder seien erst freigelassen worden, nachdem die Frau ein Dokument unterschrieben hatte, in dem sie der Familie Besuchsrechte zusicherte.

Die israelische Polizei verhaftete zudem einen jüdischen Israeli. Er soll an die Gruppe Munition verkauft haben.

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