TEL AVIV (inn) – Israelische Sicherheitskräfte haben die Entführung eines Israelis vereitelt. Eine Palästinenserin aus dem Westjordanland wollte einen Tel Aviver Bürger entführen, mit dem sie in Kontakt stand.
Bei der Palästinenserin handelt es sich um die 21-jährige Punta Abu-Aisch aus der Autonomiestadt Nablus. Die Frau hatte vor, den Israeli zu betäuben und anschließend zu entführen, heißt es in der Tageszeitung „Jediot Aharonot“. Sie war bereits am 21. Juli in der Nähe des Hafens von Tel Aviv mit zwei weiteren Arabern verhaftet worden. Die Polizei wurde aufgrund von Terrorwarnungen auf die Verdächtige aufmerksam.
Laut der israelischen Armee stand die Palästinenserin mit den Tansim-Milizen, einem militärischen Flügel der Fatah-Partei, in Verbindung. Die Milizen werden von Ibrahim Niva angeführt, der für den Selbstmordanschlag im März dieses Jahres in der Ortschaft Kedumim, westlich von Nablus, verantwortlich ist. Damals waren vier Israelis ums Leben gekommen, die offenbar einen Attentäter als Anhalter in ihrem Wagen mitgenommen hatten.
Während der Vernehmungen gab Aisch an, dass die Terroristen sie unter Druck gesetzt hätten, einen Selbstmordanschlag in Israel zu verüben. Andernfalls wollten sie die junge Frau selbst töten. Die Palästinenserin schlug daraufhin vor, einen Juden, mit dem sie in Kontakt stand, zu betäuben und ihn nach Nablus zu verschleppen.
Die Attentäterin gelangte mit Hilfe eines arabisch-israelischen Fahrers nach Tel Aviv. Ihr Fahrzeug hatte ein israelisches Kennzeichen. Die Frau versuchte bei ihrer Festnahme, den Polizisten vorzutäuschen, dass sie Israelin sei. Jedoch trug sie einen palästinensischen Ausweis bei sich. Terroristen, die vom Westjordanland nach Israel eindringen wollen, sind auf die Hilfe von Palästinensern angewiesen, die sich illegal in dem jüdischen Staat aufhalten oder auf israelische Staatsbürger, hieß es aus Sicherheitsquellen.