Entführung eines Palästinensers mit Todesfolge: Haftstrafen für Grenzpolizisten

JERUSALEM (inn) - Das Bezirksgericht Jerusalem hat am Montag vier israelische Grenzpolizisten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie hatten im Dezember 2002 in Hebron einen 17-jährigen Palästinenser entführt und getötet.

Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ meldet, muss Schahar Butbika für achteinhalb Jahre ins Gefängnis. Sein Komplize Dennis Alhasov, der den Vorfall dokumentiert hatte, erhielt eine fünfeinhalbjährige Haftstrafe. Janai Lalsa soll für sechseinhalb Jahre inhaftiert werden, Bassam Wahabee für viereinhalb Jahre.

Die Angeklagten hatten den 17-jährigen Amran Abu Hamadja in ihren Jeep gezerrt und geschlagen. Während der Fahrt zwangen sie ihn, sich im hinteren Teil des Fahrzeuges aufzustellen. Sie stießen ihn dann bei einer Geschwindigkeit von 70 bis 80 Kilometern pro Stunde auf die Straße. Der Palästinenser schlug hart auf und erlitt tödliche Kopfverletzungen.

Staatsanwalt Mosche Sa´ada sagte nach der Urteilsverkündigung: „Dies ist eine der schwerwiegendsten Angelegenheiten in der Geschichte des Grenzschutzes. Das Gericht hat sein Missfallen und das Missfallen der Gesellschaft gegenüber den Taten ausgedrückt, die in der Anklage beschrieben wurden.“

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