Ende der Eiszeit zwischen Österreich und Israel

JERUSALEM (inn) – Israel will wieder einen Botschafter nach Österreich entsenden und damit die seit dreieinhalb Jahren andauernden Spannungen zwischen den beiden Staaten beenden. Das gab Israels Außenminister Silvan Shalom am Dienstag auf einer Pressekonferenz mit seiner österreichischen Kollegin Benita Ferrero-Waldner in Jerusalem bekannt.

Ferrero-Waldner war am Dienstag auf eine Einladung hin in Israel eingetroffen. Während ihres eintägigen Besuches hatte sie an der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem einen Kranz niedergelegt und sich neben Shalom auch mit Staatspräsident Moshe Katzav getroffen. Zudem nahm sie an einer Feier im Außenministerium teil, bei der die Wiederaufnahme der “vollen diplomatischen Beziehungen zu Österreich” bekanntgegeben wurde.

“Ich bin sehr froh, daß der Moment da ist, in dem sich die Beziehungen zu Israel normalisieren und wir dieses unglückliche Kapitel abschließen können”, so Ferrero-Waldner.

Die Außenministerin betonte zudem, daß Österreich sich der Verantwortung und Mitverantwortung für die Tragödie des Holocaust bewußt sei. Sie räumte ein, daß ihr Land möglicherweise zulange gehofft habe, daß die “Geister der Vergangenheit von alleine verschwinden würden”.

Israel hatte seinen Botschafter im Februar 2000 abgezogen, als die Österreichische Volkspartei (ÖVP) in Koalitionsverhandlungen mit der Partei der Freiheitlichen (FPÖ) des Rechtspopulisten Jörg Haider eintrat.

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