Elkin fordert Rückkehr nach Samaria

NABLUS (inn) – Bei der Grundsteinlegung eines Besucherzentrums für Juden im Norden des Westjordanlandes hat Integrationsminister Se‘ev Elkin die Rückkehr Israels in die Region gefordert. Im Rahmen des vor zehn Jahren umgesetzten Abkopplungsplans mussten Israelis dort vier Siedlungen verlassen.
Sa-Nur im Jahr 1978. In der israelischen Siedlung im Westjordanland lebten bis zum Jahr 2005 über 40 Familien.
Mehrere Hundert Menschen seien am Dienstagabend zu der Veranstaltung in Schavei Schomron bei Nablus gekommen, berichtet das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“. Unter ihnen seien auch ehemalige Einwohner der Region gewesen, die das Gebiet durch den Abkopplungsplan im Jahr 2005 verlassen mussten. Der damalige israelische Premierminister Ariel Scharon hatte im Rahmen des Plans den Abzug Israels aus einigen der seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 von Israel besetzten Gebieten bestimmt. Neben dem Abzug aus dem Gazastreifen zog sich Israel damals auch aus vier Siedlungen im Westjordanland zurück. Elkin betonte bei der Zeremonie, wie wichtig es sei, dass jüdische Gemeinschaften dorthin zurückkehrten. Er forderte, einen Gesetzesentwurf voranzutreiben, der sich für eine Annullierung des Abkopplungsplanes ausspricht. Die Abkopplung der Gebiete habe ihr Ziel verfehlt und schade Israels Sicherheit, Wirtschaft und Auslandsbeziehungen. Elkin ist Co-Autor des Entwurfs, der Ende vergangenen Jahres eingebracht wurde. Er fordert die Rückkehr von Juden nach Homesch und Sa-Nur sowie die Vertreibung der dort lebenden Araber. Die Forderung gründet sich auf der Feststellung, dass Homesch und Sa-Nur in der Zone C liegen. Das ist die Region des Westjordanlandes, über die Israel die vollständige Kontrolle hat.

„Wir werden zurückkehren“

Unterstützung fand der Gesetzesentwurf unter anderen bei Knessetsprecher Juli Edelstein. Er unterstütze die Bemühungen „vollständig“, erklärte er im vergangenen Jahr. Zusammen mit anderen Knessetmitgliedern habe er in der Vergangenheit bereits ähnliche Bemühungen unternommen, sei aber gescheitert. Bei der nun durchgeführten Grundsteinlegung lobte Elkin die Vertriebenen der Region dafür, das Thema „am Leben zu erhalten“. Er sagte: „Sie sind diejenigen, die sagen: ‚Es (das Land) gehört uns, wir haben es nie verlassen. Vielleicht hat jemand die Häuser zwangsgeräumt, aber wir haben unsere Rechte nie abgetreten. Solange wir das nicht getan haben, werden wir hierher zurückkehren.‘“ Zudem forderte Elkin eine Rückkehr zur Gedenkstätte Josefsgrab und nach Nablus (Sichem), das ebenfalls in der Region liegt, die in der Bibel Samaria genannt wird. Nachdem das Josefsgrab im Jahr 2000 von arabischen Randalierern entweiht worden war, dürfen Juden die Stätte aus Sicherheitsgründen nur noch einmal pro Monat unter Militärschutz besuchen. Das nun entstehende Besuchszentrum ist eine Kooperation zwischen dem Regionalrat von Samaria, dem „Gusch Katif-Erinnerungszentrum“ und dem „Samaria Tour- und Studienzentrum“. Gusch Katif hieß die jüdische Verbandsgemeinde im Gazastreifen, die 2005 völlig geräumt wurde. (sz)

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